Schleichend und doch spürbar verändern sich die sozialen und städteräumlichen Bezüge des Alltags. Zuletzt mussten viele Kirchengemeinden schmerzlich erfahren, dass ihre angestammten Gotteshäuser aus wirtschaftlichen Gründen schließen mussten, so auch die Mitglieder der Evangelischen Kirche Heinrich Heldhaus in Altenessen Süd am Palmbuschweg. Manch einer stellte sich die Frage, was nach all den Jahren des kirchlichen Miteinanders von dem Ort der Begegnung bleibt, wenn sich die Türen einmal geschlossen haben.
Aus dieser Fragestellung entwickelte sich ein kreatives Kunstprojekt, indem man sich Gedanken darüber machte, wie man ein sichtbares Zeichen der Erinnerung im öffentlichen Raum setzen kann. So lag es nahe, die alten Kirchenbänke der Evangelischen Kirche aufzuarbeiten und künstlerisch zu gestalten. Gemeindemitglied und Künstlerin Katrin Lindenau sowie Dietmar Fleischer, Stadtteilkoordinator im Stadtentwicklungsprojekt „Wohnquartier 4“, nahmen die Sache in die Hand und brachten das vielbeachtete Kunstprojekt im Auftrag des Evangelischen Gemeindezentrums Altenessen-Süd und des Diakoniewerkes Essen auf den Weg.
In diesen Tagen war es dann endlich soweit. Die ersten neu gestalteten Kirchenbänke wurden von Dietmar Fleischer ausgeliefert und fanden ihren neuen Bestimmungsort an öffentlichen Orten Altenessens. Auf Anregung von Berta Caspari, Stellvertretende Seniorenbeauftragte in der Bezirksvertretung V, erhielt auch das Marienhospital Altenessen für seinen Therapie- und Gesundheitsgarten an der Hospitalstraße eines dieser mit viel Liebe und Fantasie gestalteten Unikate. Dr. Andreas Biedler, Ärztlicher Direktor des Altenessener Krankenhauses und Prof. Robert Wammack, Chefarzt der Klinik für Urologie im Marienhospital, zeigten sich sichtlich erfreut: „Eine hervorragende Idee! Gerade hier im Gesundheits- und Therapiegarten können wir den praktischen Nutzen und die Erinnerung an die ehemalige Kirche Heinrich Heldhaus wunderbar miteinander verbinden.“
05.07.10 |




