Bei der in Deutschland weit verbreiteten Erkrankung der Arteriosklerose bestehen zunehmende Möglichkeiten der erfolgreichen kathetergestützten Behandlung (interventionelle Therapie, Dilatation, Stentimplantation). Bei chronischen Verschlüssen der Oberschenkelarterien mit entsprechenden schwergradigen Verkalkungen ist die Wiedereröffnung eines chronischen Verschlusses einer Oberschenkelarterie häufig nur sehr schwer möglich. Als Alternative ist die chirurgische Bypassoperation etabliert mit der Einschränkung der im Langzeitverlauf gehäuften Bypassverschlussrate. Neue Techniken der katheterballon- und stentgestützten Wiedereröffnung chronischer Oberschenkelarterienverschlüsse sind in entsprechenden Zentren wie auch in der Klinik für Kardiologie im St. Vincenz Krankenhaus seit mehreren Jahren etabliert. Eine neue für die Zukunft vielversprechende Technik der Wiedereröffnung eines komplizierten langstreckigen verkalkten Oberschenkelverschlusses wurde jetzt in der Klinik für Kardiologie im St. Vincenz Krankenhaus erstmalig erfolgreich angewendet – deutschlandweit wird dieses Verfahren bisher nur in wenigen Kliniken angeboten und wurde bisher weniger als 50-mal eingesetzt. Das System der Firma Bard (Crosser) konnte am 20.01.2012 erfolgreich angewendet werden.

Bei diesem System wird mit einem speziellen Vibrationskatheter der Verschluss sondiert und rekanalisiert. Anschließend erfolgt eine Ballonaufweitung und ergänzende Stentimplantation.

Durch diesen Eingriff konnte in dem spezifischen Behandlungsfall eine sonst notwendige Bypassoperation vermieden werden.
Katholisches Klinikum Essen
St. Vincenz Krankenhaus
Klinik für Kardiologie
Leitender Arzt Dr. med. Rainer Jacksch
Von-Bergmann-Strasse 2, 45141 Essen
Tel.: 0201 6400 3051
Verantwortlicher Oberarzt
Dr. med. Bassam Humaid




