Am Mittwoch, 24. Oktober 2007, 18.00 Uhr, lädt das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) des Philippusstiftes in Essen-Borbeck, Germaniaplatz 3, 1. Obergeschoss, zum Vortragsabend ein. Klaudia Becker, langjähriges Mitglied des Kunstrings Folkwang und leitende Mitarbeiterin der Tagesstätte im Sozialpsychiatrischen Zentrum, referiert in ihrem Beitrag „Melancholie, Wahnsinn und Genie“ über die Geschichte der Kunst und ihre Bedeutung in der Psychiatrie. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zum regen Meinungsaustausch und zur Diskussion.
Die Geschichte der Kunst zeigt, dass viele berühmte Künstler sich der Melancholie hingaben oder als Getriebene durch’s Leben gingen. Daher stammt wohl auch jenes Sprichwort, das „Genie und Wahnsinn nah beieinander liegen“. So sehr die Wesenszüge dieser Künstler auch ihre Kunst inspirierten und beflügelten, so war es aber auch immer die Kunst selbst, die ihre heilsame Kraft entfaltete und sich wie Balsam über die geschundene Seele ihrer Schöpfer legte.
Die moderne Psychiatrie weiß um die heilsame Wirkung der Kunst und setzt sie daher seit vielen Jahrzehnten zu therapeutischen Zwecken ein. Psychisch Kranke malen oder verleihen ihrem Seelenleben in der bildenden Kunst Ausdruck. Klaudia Becker möchte in ihrem Vortrag die therapeutischen Wirkungszusammenhänge einmal näher beleuchten und allen Interessierten die positiven Auswirkungen der Kunst auf Geist und Seele näherbringen.
Interessenten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zum Vortragsabend sind unter Tel. 6400- 5341 erhältlich.




