Unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Hailer konnte im laufenden Jahr der Gefäßtherapieschwerpunkt der Medizinischen Klinik II im Philippusstift weiter ausgebaut werden. In enger Zusammenarbeit mit Hausärzten und niedergelassenen Fachärzten wurden die bestehenden Strukturen zur Behandlung von Gefäßpatienten optimiert und um moderne diagnostische und therapeutische Maßnahmen ergänzt. Ein wichtiges Kernelement der neuen Strukturen ist die vor wenigen Wochen ins Leben gerufene „Kopf- und Beinsprechstunde“, in der niedergelassene Ärzte ihre Gefäßpatienten vorstellen. Erfreut zeigte sich Prof. Birgit Hailer über die breite Akzeptanz des neuen Gefäßschwerpunktes: „Die niedergelassenen Kollegen zeigen großes Interesse - nicht nur in Essen, sondern auch in den umliegenden Städten.“ So sei die intensive Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus in Zeiten der integrierten Versorgung ein Gebot der Stunde. Auf diese Weise ließen sich Gefäßerkrankungen deutlich zielgerichteter und wirkungsvoller behandeln. Der Behandlungserfolg spreche hier eine klare Sprache und die wirtschaftliche Seite sei ebenfalls verbessert worden.
So wurden in diesem Jahr in der Medizinischen Klinik II weit über 3500 Ultraschalluntersuchungen sowie hunderte von Gehstrecken- und Dopplerdruckbestimungen der Beine durchgeführt. Zudem wurden deutlich über 100 diagnostische und therapeutische Angiographien vorgenommen. Hierbei handelt es sich um die Darstellung von Blutgefäßen mittels diagnostischer Bildgebungsverfahren, so genannte MR- und CT-Angiographien. Auf diese Weise können Gefäßeingriffe in enger Abstimmung mit Neurologen, Radiologen und Gefäßchirurgen gezielt vorbereitet werden. Sind in diesem Zusammenhang Operationen erforderlich, so arbeitet die Medizinische Klinik II im Rahmen des neu gegründeten Gefäßzentrums der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West sehr eng mit der Klinik für Gefäßchirurgie am Marienhospital Altenessen zusammen. Ebenfalls im Gefäßzentrum vertreten sind die Klinik für Innere Medizin, die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sowie die Klinik für Kardiologie.
Um Patienten vor Amputationen zu bewahren, werden Arteriosklerose und Diabetes bedingte Geschwüre durch ein Team aus erfahrenen Wundmanagern und Gefäßmedizinern behandelt. Zum Einsatz kommen Methoden und Techniken der Wundheilungsförderung und der modernen rheologischen Therapie, die die Fließfähigkeit des Blutes verbessert. Die Behandlung wird im Anschluss an den stationären Aufenthalt in enger Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten weitergeführt.
Für das kommende Jahr ist ein weiterer Ausbau des Schwerpunktes geplant, wobei insbesondere der Service für niedergelassene Ärzte stetig verbessert werden soll, um eine zeitnahe ambulante Gefäßdiagnostik zu gewährleisten. Patienten können unter folgender Telefonnummer zur Gefäßsprechstunde angemeldet werden: Medizinische Klinik II, Prof. Dr. med. Birgit Hailer, Sekretariat Tel. 0201/6400-3301, verantwortlicher Oberarzt: Dr. Michael Lichtenberg
28.11.07 |




