Häufiger oder nächtlicher Harndrang, vermehrtes Wasserlassen, ein schwächerer Harnstrahl oder Probleme beim Wasserlassen sind nur einige Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen. In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren unter einer Prostataerkrankung. Bei den meisten Erkrankungen handelt es sich um eine gutartige (benigne) Prostata-Hyperplasie – von Medizinern kurz BPH genannt.
Die Klinik für Urologie und Neurourologie am Marienhospital Altenessen hat ein innovatives Lasersystem zur minimalinvasiven Behandlung dieser gutartigen Prostatavergrößerungen in Betrieb genommen, den sogenannten Greenlight-Laser. „Der neue Laser erlaubt eine berührungsfreie Verdampfung des wuchernden Prostatagewebes", so Chefarzt Prof. Dr. Robert Wammack.
Greenlight-Laser vermeidet jedes Blutungsrisiko – kurzer Krankenhausaufenthalt
Die bisher übliche Methode zur Entfernung des überschüssigen Gewebes ist die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) - im Volksmund auch „Schälung“ oder „Hobelung“ genannt. Bei dieser Methode werden die Wucherungen operativ über die Harnröhre entfernt. Das berührungsfreie Greenlight-Laserverfahren liefert die gleichen guten Ergebnisse, wie das TUR-P-Verfahren, allerdings ohne jedes Blutungsrisiko. Blutverdünnende Medikamente, selbst Marcumar, müssen nicht abgesetzt werden. „Die Vermeidung des Blutungsrisikos ist von erheblicher Bedeutung“, so Prof. Wammack. „Der Laserstrahl, der sich im Farbspektrum als grünes Licht zeigt, dringt oberflächlich in das Gewebe ein, wird dort direkt in Wärmeenergie umgewandelt und verdampft auf diese Weise das wuchernde Gewebe (Vaporisation). Dabei werden die Blutgefäße direkt verödet, so dass eine Blutung gar nicht erst entstehen kann. Selbst ältere und geschwächte Patienten oder auch Gefäßpatienten, die auf Blutgerinnungshemmer wie Marcumar angewiesen sind, können schonend und ohne größere Risiken behandelt werden. Ein Katheter ist, wenn überhaupt, nur noch für 24 Stunden notwendig. So beträgt der Klinikaufenthalt gerade einmal 24 bis 48 Stunden.
Durch hohe Investitionen einen Schritt voraus
Die Investitionen für das neue Präzisionsverfahren liegen bei über 180.000 EUR. Geschäftsführer Manfred Sunderhaus: „Die hohen Kosten sind bisher der Grund dafür gewesen, dass nur wenige Kliniken in Nordrhein-Westfalen den Greenlight-Laser erworben haben. So sind wir in der Region Essen, Mülheim und Oberhausen das erste Haus, dass diese innovative Therapie, die von allen Fachgesellschaften und Krankenkassen empfohlen wird, anbietet.“
Vorträge informieren aus erster Hand
Um betroffene Patienten aus erster Hand zu informieren, stellt Prof. Robert Wammack das Greenlight-Laserverfahren in einer Vortragsreihe vor. Der erste Vortrag findet am 21. August 2008, 18.00 Uhr, im Philippusstift, Hülsmannstraße 17 (Haus F), in Essen-Borbeck statt. Am 26. August 2008, 18.00 Uhr, referiert der anerkannte Urologe im Kommunikations- und Gesundheitszentrum des Marienhospitals Altenessen (6. OG), Hospitalstraße 24, und am 4. September 2008, 18.00 Uhr, in Essen-Werden im Haus Fuhr, Heckstraße 16. Dieser Vortrag findet in enger Kooperation mit den Kliniken Essen-Süd statt. Am 16. September findet um 18.30 Uhr ein weiterer Vortrag im Marienhospital Mülheim, Kaiserstraße 50, statt. Prof. Robert Wammack lädt alle betroffenen Patienten und sonstigen Interessenten herzlich zu den Vorträgen eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
18.07.08 |




