„Grünes Licht für die Prostata“ lautet das Vortragsthema am Donnerstag, 4. September, 18.00 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum Haus Fuhr, in Essen-Werden, Heckstraße 16. In Zusammenarbeit mit den Kliniken Essen-Süd referiert Prof. Robert Wammack, Chefarzt der Klinik für Urologie und Neurourologie am Marienhospital Altenessen, über die innovative Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen mit einem neuartigen Laserverfahren, dem sogenannten Greenlight-Laser. Das schonende Verfahren erlaubt eine berührungsfreie Verdampfung des überschüssigen Prostatagewebes und vermeidet jedes Blutungsrisiko, so dass auch Gefäßpatienten, die auf Medikamente zur Blutverdünnung angewiesen sind, problemlos behandelt werden können. Im Anschluss stellt sich Prof. Robert Wammack den Fragen seiner Zuhörer.
Häufiger oder nächtlicher Harndrang, vermehrtes Wasserlassen, ein schwächerer Harnstrahl oder Probleme beim Wasserlassen sind nur einige Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen. In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren unter einer Prostataerkrankung. Bei den meisten Erkrankungen handelt es sich um eine gutartige (benigne) Prostata-Hyperplasie – von Medizinern kurz BPH genannt.
Die bisher übliche Methode zur Entfernung des überschüssigen Gewebes ist die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) - im Volksmund auch „Schälung“ oder „Hobelung“ genannt. Bei dieser Methode werden die Wucherungen operativ über die Harnröhre entfernt. Beim berührungsfreien Greenlight-Laserverfahren dringt der Laser oberflächlich in das Gewebe ein, wird dort direkt in Wärmeenergie umgewandelt und verdampft auf diese Weise das wuchernde Gewebe (Vaporisation). Dabei werden die Blutgefäße direkt verödet, so dass eine Blutung gar nicht erst entstehen kann. Ein Katheter ist, wenn überhaupt, nur noch für 24 Stunden notwendig. So beträgt der Klinikaufenthalt gerade einmal 24 bis 48 Stunden.
Alle Betroffenen und sonstigen Interessenten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein weiterer Vortag zum Thema ist für den 16. September, 18.30 Uhr, im Marienhospital Mülheim, terminiert. Infotelefon: 0201-6400-1020
27.08.08 |




