„Grünes Licht für die Prostata“ lautet das Vortragsthema am Dienstag, 16. September, 18.30 Uhr, im Raum 1, Contilia Akademie, 3. OG, im Marien-Hospital Mülheim.
In enger Zusammenarbeit referieren Prof. Dr. Robert Wammack, Chefarzt der Klinik für Urologie und Neurourologie der Kath. Kliniken Essen-Nord-West (Marienhospital Altenessen), und Dr. Horst Godo, niedergelassener Facharzt für Urologie in Mülheim, über die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der gutartigen Prostatavergrößerung.
Besonderen Wert legen die Referenten auf ein innovatives Laserverfahren zur minimalinvasiven Behandlung dieser gutartigen Prostatavergrößerung, den sogenannten Greenlight-Laser. Das schonende Verfahren erlaubt eine berührungsfreie Verdampfung des überschüssigen Prostatagewebes und vermeidet jedes Blutungsrisiko. Selbst ältere und geschwächte Patienten oder auch Gefäßpatienten, die auf Blutgerinnungshemmer wie Marcumar angewiesen sind, können schonend und ohne größere Risiken behandelt werden. Im Anschluss stellen sich die erfahrenen Urologen den Fragen ihrer Zuhörer.
Häufiger oder nächtlicher Harndrang, vermehrtes Wasserlassen, ein schwächerer Harnstrahl oder Probleme beim Wasserlassen sind nur einige Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata beim Mann schließen lassen. In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren unter einer Prostataerkrankung. Bei den meisten Erkrankungen handelt es sich um eine gutartige (benigne) Prostata-Hyperplasie – von Medizinern kurz BPH genannt.
Die bisher übliche Methode zur Entfernung des überschüssigen Gewebes ist die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) - im Volksmund auch „Schälung“ oder „Hobelung“ genannt. Bei dieser Methode werden die Wucherungen operativ über die Harnröhre entfernt. Beim berührungsfreien Greenlight-Laserverfahren dringt der Laser oberflächlich in das Gewebe ein, wird dort direkt in Wärmeenergie umgewandelt und verdampft auf diese Weise das wuchernde Gewebe (Vaporisation). Dabei werden die Blutgefäße direkt verödet, so dass eine Blutung gar nicht erst entstehen kann. Ein Katheter ist, wenn überhaupt, nur noch für 24 Stunden notwendig. So beträgt der Klinikaufenthalt gerade einmal 24 bis 48 Stunden.
Alle Betroffenen und sonstigen Interessenten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infotelefon: 0201-6400-1020
04.09.08 |




