Was denn nun: Soll man es schicksalsergeben tragen, sein Kreuz, oder soll man sich wehren gegen die Kreuze dieser Welt? Soll man den stillen Dulder geben oder soll man kämpfen und das eigene Schicksal selbst in die Hand nehmen? Das fragten sich Schüler der Hauptschule am Stoppenberg sowie der Hauptschule Bärendelle und inszenierten vor drei Jahren mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Mercator unter dem beziehungsreichen Titel „Sein Kreuz tragen“ ein vielbeachtetes Fotoprojekt.
Die Ausstellung verarbeitet reale Ängste und Nöte, Schicksalsschläge, die Angst vor dem Verlust des Ausbildungsplatzes oder Ängste vor dem Alleinsein in eindrucksvollen Fotografien und Acrylbildern. Gemeinsam mit dem Fotografen Florian Sander ging es den Schülern bei der Entstehung dieser ausdrucksstarken Bilderfolge darum, ein Zeichen zu setzen gegen Willkür und Erniedrigung, aber auch gegen Egoismus und zwanghafter Selbstbehauptung? Sie ist ein Plädoyer für weniger Konkurrenz, für mehr gegenseitiger Zuwendung und mehr Gemeinsamkeit!
Das Thema hat an Aktualität nicht eingebüßt. Deshalb haben die Hauptschule am Stoppenberg, die Kath. Kliniken Essen-Nord-West und der Förderverein der Kliniken die sehenswerten Arbeiten neu konzipiert und zusammengestellt. Die Ausstellung ist vom 15. Dezember 2008 bis zum 30. März 2009 im Erdgeschoss des St. Vincenz Krankenhauses zu sehen. Ein Besuch lohnt sich! Tel. 0201-6400-1020
17.12.08 |




