Am 7. Januar verstarb der langjährige Küster, Lektor und Kommunionspender des Philippusstiftes, Gerhard Babioch, im Alter von 77 Jahren. Der gebürtige Schlesier aus dem ehemaligen Hindenburg kam 1987 zusammen mit seiner Familie nach Borbeck. Als gläubiger Katholik suchte er den direkten Kontakt zu seiner neuen Heimatgemeinde St. Dionysius, wo er sich - wie es zeitlebens seine Art war - mit großem Engagement in die Gemeindearbeit einbrachte. Zum Beispiel organisierte er gemeinsam mit dem damaligen Pastor der Gemeinde, Otmar Vieth, die Gottesdienste der Essener Schlesiertreffen. Über St. Dionysius kam der ehemalige Bergmann dann im Jahr 1991 zu seiner Aufgabe als Küster der Krankenhauskapelle im Philippusstift, die er bis vor wenigen Wochen mit großer Sorgfalt und Liebe wahrnahm. Gerhard Babioch kam zwei Mal täglich ins Krankenhaus, versorgte die Kapelle, betreute Konzerte, kümmerte sich um die Sakristei und die Übertragungstechnik des Krankenhausfernsehens. Der damalige Krankenhausseelsorger des Philippusstiftes und heutige Prior des Klosters St. Mariä Himmelfahrt, Pater Clemens Feyertag, der dem Verstorbenen auch persönlich sehr verbunden war, spricht über Gerhard Babioch von einem Menschen mit festen „Glaubensprinzipien, absolut wahrhaftig und aufrichtig“, ein Mensch, so Pater Clemens weiter, der seine Aufgaben stets mit großem Pflichtgefühl erfüllt habe.
So kannten ihn auch die Kolleginnen und Kollegen des Philippusstiftes, aber auch die Patientinnen und Patienten des Borbecker Krankenhauses, denen er in all den Jahren als Kommunionspender die heilige Kommunion ans Bett brachte. Dabei hatte er immer ein offenes Ohr für die oftmals schwer kranken Menschen, die in ihm einen Ansprechpartner fanden, der ihnen zuhörte und Trost spendete.
13.01.09 |




