Die internationale medizinische Zusammenarbeit und der Wissenstransfer über Ländergrenzen hinweg spielt eine immer größere Rolle. Die Katholischen Kliniken Essen-Nord-West haben sich dieser Idee verschrieben und bieten Ärzten aus allen Teilen der Welt die Möglichkeit, ihr medizinisches Know How systematisch weiter zu entwickeln und in ihren Heimatländern verfügbar zu machen. So auch die Medizinische Klinik II im Philippusstift, die in enger Zusammenarbeit mit der Kardiologischen Klinik der Universitätsklinik Bergmannsheil Bochum das zweite internationale ICD/ CRT Defibrillatoren Workshop durchführte.
Unter der Leitung von Prof. Birgit Hailer und Dr. Harald Schäfer wurden russische, weissrussische und kasachische Kardiologen und Herz-Thoraxchirurgen in der Implantation von Defibrillatoren und Herzschrittmachern zur Resynchronisationstherapie ausgebildet. Diese lebenserhaltende Technologie lässt das Herz nicht nur bei starken Herzrhythmusstörungen wie dem Kammerflimmern durch einen starken elektrischen Impuls wieder im Takt schlagen, sondern verbessert bei Patienten mit Herzschwäche die Herzfunktion durch die zusätzliche Implantation einer 3. Herzschrittmachersonde. Auf diesem Weg wird der synchrone Bewegungsablauf des Herzens wiederhergestellt, der bei üblicher Herzschrittmacherstimulation ansonsten nicht gewährleistet ist. Patienten mit Herzschwäche können dadurch ihre Leistungsfähigkeit verbessern.
So wurden an zwei Tagen im Philippusstift und an zwei weiteren Tagen im Bergmannsheil Bochum Operationen durchgeführt, die zusätzlich von Vorträgen begleitet wurden. Die Gastärzte aus der ehemaligen Sowjetunion waren von ihrer Weiterbildung begeistert und bestätigten durch ihre positive Resonanz das praxisnahe Workshopkonzept. So sind nach der jetzigen Weiterbildung und dem Workshop im Januar diesen Jahres, an dem iranische Kardiologen teilnahmen, im Jahresverlauf weitere Workshops geplant.
14.04.09 |




