Etwa 300 Besucher nutzen am vergangenen Samstag im Philippusstift den bundesweit ausgerufenen „Tag des Schlaganfalls“, um ihr persönliches Schlaganfallrisiko bestimmen zu lassen. Der große Aktionstag war Teil einer konzertierten Aktion aller 27 neurologischen Fachkliniken, die im Ruhrgebiet Patienten mit akutem Schlaganfallverdacht behandeln und sich im Rahmen des „Netzwerks Schlaganfall“ zusammengeschlossen haben, www.ruhrgebiet-gegen-den-schlaganfall.de.
Das Team um Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard, Chefarzt der Klinik für Neurologie, hatte einen Pacour mit verschiedenen Messstationen aufgebaut. Die ermittelten Cholesterin-, Blutzucker und Blutdruckwerte dienten gemeinsam mit individuellen Merkmalen wie erblichen Faktoren, Alter, Körpergewicht, Vorerkrankungen (z. B. Diabetes), Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil der Risikoprofilermittlung. Im Anschluss hatte jeder Besucher Gelegenheit, sich in einem ärztlichen Gespräch über vorsorgende Maßnahmen zu informieren und sich von den Ernährungsberaterinnen des Borbecker Krankenhauses beraten zu lassen. Ein umfangreiches Vortragsprogramm zur Akutbehandlung und zur Rehabilitation von Schlaganfallpatienten rundete das Veranstaltungsprogramm ab. Dr. Horst Gerhard: „Im Philippusstift behandeln wir den Schlaganfall von der Akutphase bis zur Rehabilitation nach modernsten Gesichtspunkten. Dafür sind wir mit einer modernen Schlaganfalleinheit, einer sogenannten Stroke Unit, hervorragend ausgestattet. Zudem können wir sicherstellen, dass die Reha-Behandlung im Neurologisches Therapiezentrum (NETZ) unseres Hauses ohne Verzögerungen aufgenommen wird. Dadurch gewinnt der Patient wertvolle Zeit, was die Heilungschancen erheblich verbessert.“
Zeit ist auch bei der Akutbehandlung der entscheidende Faktor, um die Chancen auf eine möglichst vollständige Widerherstellung der Gesundheit zu wahren. „Daher“, so Oberarzt Dr. Ulrich Cleff, „sollte man bei Schlaganfallsymptomen wie z. B. plötzlich auftretende, heftige Kopfschmerzen, Sprachverlust, Lähmungserscheinungen oder Sehstörungen sofort zum Telefonhörer greifen und die Notfallnummer 112 der Feuerwehr wählen. Jede Minute zählt!“
14.05.09 |




