„Neue Methoden der Erkennung und schonenden Behandlung von Prostatakrebs?“, lautet das Thema der beiden Vortragabende der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West am Dienstag, 1. September 2009, 18.00 Uhr, im Kommunikations- und Gesundheitszentrum des Marienhospitals Altenessen sowie am Donnerstag, 3. September 2009, 18.00 Uhr, im Pfarrsaal der Kirchengemeinde St. Dionysius in Essen-Borbeck.
Prof. Robert Wammack, Chefarzt der Klinik für Urologie und Neurourologie, informiert über ein neues Behandlungsverfahren, das die Wirkung energiereicher Ultraschallwellen nutzt, um bösartige Prostatatumoren ohne Operation oder Strahlentherapie von außen zu beseitigen. Hierbei werden Ultraschallwellen, die 10.000-fach energiereicher als diagnostische Ultraschallwellen eines Sonographiegerätes sind, mithilfe komplexer akustischer Linsen millimetergenau innerhalb der Prostata appliziert. Trifft der Ultraschall auf das erkrankte Gewebe wird der energiereiche Strahl in Hitze umgewandelt und zerstört den Krebs während umliegendes, gesundes Gewebe geschont wird.
Chefarzt Prof. Robert Wammack: „Das Verfahren des hochintensiven fokussierten Ultraschalls (HIFU) kann eine wirkliche Alternative zur vollständigen Entfernung der Prostata sein und bietet sich insbesondere für Patienten an, bei denen eine Operation riskant wäre, oder für diejenigen, die eine Operation oder Bestrahlung ablehnen. Sehr gut eignet sich die HIFU-Therapie auch bei erneutem Auftreten von Prostatakrebs, nach radikaler Operation oder Strahlentherapie. Zudem ist die Therapie die Behandlungsmöglichkeit mit den geringsten Risiken und kann auch im Bedarfsfall wiederholt werden. Alle weiteren Therapieformen wie Radikaloperation, Bestrahlung oder Hormonbehandlung bleiben weiterhin möglich.
Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur aktuellen Vortragsreihe der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West können unter Tel. 0201-6400-1020 / 1021 angefordert werden.
21.08.09 |




