„Die Behandlung von Blasenfunktionsstörungen mit dem Blasenschrittmacher“, lautet das Thema des Vortragabends der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West am Dienstag, 1. Juni 2010, 18.00 Uhr, im Kommunikations- und Gesundheitszentrum des Marienhospitals Altenessen. Prof. Robert Wammack, Chefarzt der Klinik für Urologie und Neurourologie im Marienhospital, referiert über die Ursachen und Symptome von Blasenfunktions- und Schließmuskelstörungen und geht insbesondere auf die innovativen Behandlungsperspektiven ein, die der sogenannte Blasenschrittmacher bei diesen Problemen eröffnet.
Den betroffenen Patienten bietet der Einsatz eines Blasenschrittmachers völlig neue Lebensperspektiven. Zum einen kann bei einer Blasenlähmung durch die zielgerichtete Programmierung des Schrittmachers eine Entleerung der Blase wieder auf natürlichem Wege möglich werden. Zum anderen kann in vielen Fällen die Lebensqualität der Patienten wieder deutlich gesteigert werden, indem durch den Eingriff der häufige und oft qualvolle Harndrang sowie die damit verbundene Inkontinenz unterbunden wird.
Die Implantation des Blasenschrittmachers erfolgt minimalinvasiv und wird unter Einsatz modernster bildgebender Verfahren durchgeführt. Prof. Robert Wammack: „Wir setzen mit dieser Methode einen neuen Standard, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Das Verfahren ist schonender, die mit der Operation verbundenen Risiken sind geringer und der Patient kann bereits nach wenigen Tagen die Klinik verlassen. Zudem kann diese Therapie auch dann noch angewandt werden, wenn andere Verfahren bereits versagt haben.“
Betroffene Patienten und alle anderen Interessenten sind herzlich zum Vortrag eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zur aktuellen Vortragsreihe der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West können unter Tel. 0201 / 6400-1021 angefordert werden.
26.05.10 |




