Psychiatrische Institutsambulanz
Krankenhausnahes Angebot
Die Institutsambulanz betreut seit ihrer Gründung im Juni 2002 Patienten, die wegen der Art, der Schwere oder der Dauer ihrer Erkrankung eines ambulanten, aber spezialisierten und krankenhausnahen Angebots bedürfen. Dies sind Patienten, bei denen in der Regel eine langfristige, kontinuierliche Behandlung medizinisch notwendig ist, z. B. bei psychischen Krankheiten mit chronischem oder chronisch wiederkehrendem Verlauf. Dazu gehören insbesondere Schizophrenien, depressive Erkrankungen, Persönlichkeitsstörungen, Suchtkrankheiten in Kombination mit anderen psychischen Störungen sowie gerontopsychiatrische Krankheiten. Weiterhin können Patienten mit akuten psychischen Krisen behandelt werden.
Das Leistungsangebot der Institutsambulanz umfasst das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie. Dazu gehören insbesondere die psychiatrische Befunderhebung, psychologische Diagnostik, Psychotherapie, Soziotherapie, Ergotherapie, Informationsvermittlung (auch unter Einbeziehung von Angehörigen) und die medikamentöse Behandlung. Durch die Beteiligung verschiedener Berufsgruppen an der Behandlung werden Krankenhausaufenthalte vermieden oder stationäre Behandlungszeiten verkürzt. Die Behandlungsabläufe werden so optimiert, dass die soziale Integration der psychisch Kranken verbessert wird.
Modenisierte und erweiterte Räume
Die Psychiatrischen Institutsambulanz, welche im ehemaligen Prisma Center an der Wüstenhöfer Straße untergebracht ist, wurde modernisiert. Die Räumlichkeiten wurden durch Zumietung von fast 100 qm deutlich vergrößert und erweitert. Somit kommt es bei der Betreuung von nunmehr fast 500 psychisch kranken Menschen nicht mehr zu räumlichen Überschneidungen bei den ärztlichen bzw. psychologischen Einzeltherapien, wie zum Beispiel Psychotherapiegespräche oder Abstimmung einer Medikation und den Gruppenangeboten. Hierbei sind vor allem die Alltagsgruppe, die Ergotherapiegruppe, die Gedächtnistrainingsgruppe, die Bildhauergruppe, die psychoedukative Gruppe für Psychosekranke und eine Entspannungsgruppe zu erwähnen.
Gruppenangebote
- Alltagsgruppe für affektiv Erkrankte
- Angstgruppe
- Entspannungsgruppe
- Psychoedukative Gruppe für Psychoseerkrankte
- Ergotherapie mit Werktherapie,
Hirnleistungstraining und CogPack
Gruppentherapie für Alkoholkranke
Dieses schon breite ambulante Angebot an Gruppentherapien wurde im Dezember 2006 um eine verhaltenstherapeutisch gelenkte Gruppe für Alkoholkranke erweitert. Interessierte Patienten können sich unter der Tel.: 0201/3207901 zu einem Vorgespräch anmelden und sich über die Abläufe und Vorraussetzungen zur Teilnahme an der Gruppe in der Institutsambulanz informieren.
Rückfallvermeidene Lebensfreude zurückgewinnen
Die in der Psychiatrischen Klinik seit Jahrzehnten bestehenden guten Erfahrungen bei der Behandlung der Alkoholabhängigkeit wurde in das Konzept der neuen ambulanten Gruppe übertragen. Zum einen soll Hilfestellung bei der Akzeptanz der häufig schambehafteten Erkrankung gegeben werden. Zum anderen ist das Erkennen von konfliktbehafteten Alltagsthemen, welche das Trinken auslösen können, ein wichtiges Thema innerhalb der Gruppe. So können Lösungsstrategien zur Rückfallverhinderung erarbeitet werden. Ziel ist es, mehr Lebensfreude auch ohne Alkohol zu gewinnen. Die Änderung der schädlichen Verhaltensweise (Trinken von Alkohol, um Probleme zu lösen), die häufig schon seit Jahren besteht, ist kein Prozess von Wochen, sondern eher von Monaten bis Jahren. Genau an dieser Stelle versucht die neu eröffnete Gruppe eine noch bestehende Lücke zwischen der stationären Entgiftung und der bisherigen ambulanten Weiterversorgung zu schließen. Hier besteht die Möglichkeit, eine dauerhafte ambulante therapeutische Betreuung zu erhalten. So erhoffen sich Prof. Dr. Cornelius Wurthmann und sein Team, in Zukunft noch mehr Menschen mit dieser schwierigen Erkrankung helfen zu können. Weitere Informationen zum Theam "Alkoholabhängikeit" finden Sie sich hier>> .
Unser Team der Psychiatrischen Institutsambulanz setzt sich aus folgenden Berufsgruppen zusammen:
- Facharzt und Fachärztin für Psychiatrie
und Psychotherapie - Psychologische Psychotherapeutin
- Ergotherapeuten
- Arzthelferinnen
- Verwaltungskraft
Behandlungsvoraussetzungen
Die ambulante Behandlung erfolgt nach terminlicher Vereinbarung. Zur Vermeidung unnötiger Kosten bringen Sie bitte eine Überweisung Ihres Arztes und Ihre Krankenkassenkarte mit. Auf eine Überweisung kann nach telefonischer Absprache in Einzelfällen auch verzichtet werden.
Patienten, die sich zeitgleich in einer Behandlung bei einem Psychotherapeuten, Psychiater oder Nervenarzt befinden, können nicht behandelt werden.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Mit der Straßenbahn: Die Linien 101 und 103 halten am Germaniaplatz.
Mit dem Bus: Die Linien 150, 170 und 186 halten am Germaniaplatz.
Vom Germaniaplatz durch die Fußgängerzone Richtung Borbecker Markt. Nach ca. 300 m befindet sich die Institutsambulanz links im ehemaligen Prisma Center in der 4. Etage (Aufzug vorhanden).
Unsere Öffnungszeiten:
montags bis donnerstags 8.00 Uhr - 16.30 Uhr
freitags 8.00 Uhr - 14.30 Uhr
Psychiatrische Notfälle werden außerhalb der Öffnungszeiten in der Zentralen Notaufnahme des Philippusstiftes vom diensthabenden Arzt für Psychiatrie behandelt. Telefon 0201/6400-1370 (Vermittlung, bitte diensthabenden Arzt für Psychiatrie anfunken lassen)
Mit folgenden Einrichtungen besteht eine enge Zusammenarbeit
- Tagesklinik für psychisch Kranke
- Stützpunkt Borbeck
- Tagesstätte Borbeck
- u.a. Einrichtungen wie Wohnheime,
Betreuungsvereine



