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Infektionen
Infektionen durch endoskopische Untersuchungen
Endoskopische Untersuchungen sind für die Diagnostik gastrointestinaler Erkrankungen unverzichtbar. Gerade bei Patienten mit Magen-Darmerkrankungen oder bei Patienten, die sich zur Krebsvorsorge-Untersuchung vorstellen, besitzt die Endoskopie einen hohen Stellenwert. Diese Untersuchungen können in der Regel nicht gleichwertig durch andere Techniken ersetzt werden. Aus verschiedenen Untersuchungen der jüngsten Zeit ist klar, dass durch mangelhaft gereinigte Endoskopie Mikroorganismen übertragen werden können. Diese Erkenntnis führte leider zu reißerischen Schlagzeilen wie "Tod in der Endoskopie" und verängstigte zahlreiche Patienten, die sich endoskopischen Untersuchungen unterziehen mussten.
Geringes Risiko
Einer Literaturübersicht zufolge sind weltweit in den Jahren 1966-1992 bei endoskopischen Untersuchungen des oberen Magen-Darm-Traktes 180 Übertragungen von viralen oder bakteriellen Erregern beschrieben, die zu Infektionen mit teilweise tödlichen Ausgang geführt haben. Sicher ist die Dunkelziffer höher, doch angesichts der enormen Zahl endoskopischer Untersuchungen ist das relative Risiko sehr klein. Die Mehrzahl dieser Übertragungen ist auf die unzureichende Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen unter Missachtung der aktuellen Aufbereitungsrichtlinien zurückzuführen. Zu betonen ist, dass das Infektionsrisiko sowohl von der Art des endoskopischen Eingriffs als auch von der Disposition des Menschen (z. B. Grunderkrankungen, etc). ab. Eine Spiegelung des oberen Anteils des Magen-Darm-Traktes mit Gewebeprobenentnahme ("Gastroskopie?" ist in diesem Zusammenhang nur ein kleiner Eingriff mit niedrigerem Infektionsrisiko. Untersuchungen mit hohem Risiko sind z. B. endoskopische Behandlungen, in denen Medikamente in die Wand des Magen-Darm-Traktes gespritzt werden oder Untersuchungen bei denen Engstellungen aufgedehnt werden (= Bougierung).
Letztendlich hängt aber das Risiko, sich zu infizieren von der Effektivität der Reinigung der eingesetzten Geräte ab. Folgende Punkte sollten dabei beachtet werden:
- Die Arbeitskanäle im Endoskop sind manuell zu reinigen und es werden Desinfektionen durchgeführt.
- Nachfolgend ist eine Aufbereitung in einem Reinigungs-Desinfektions-Gerät für Endoskope ("Waschmaschine") durchzuführen.
- Das Personal ist besonders geschult. So verfügen z. B. die Pflegekräfte in der Zentralen Endoskopie über die Fachweiterbildung für den operativen und endoskopischen Funktionsbereich.
- Es werden regelmäßig hygienische Kontrollen durch das Institut für Hygiene durchgeführt.
In der Endoskopie der KKEN werden alle vier Punkte erfüllt, weiter wird sehr sorgfältig auf mögliche Infektionsquellen geachtet. Das Risiko, sich zu infizieren ist sehr gering. Sie können sich ohne Sorge endoskopieren lassen.




