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Behandlung
Die Klinik für Gynäkologie und Geburtsthilfe bietet folgende Therapien und Schwerpunkte:
- Leistungsangebot der Klinik für Gynakologie
- Vakuumbiopsie - sichere und schonende Diagnose und Therapie bei gutartigen Brusttumoren
- Pflegeberatung - Breast Care Nurse
- Leben nach Krebs - Gesprächskreis für Frauen
- Sprechstunden & Ambulanzen
- Ambulante gynäkologische Operationen
- Leistungsangebot der Klinik für Geburtshilfe
- Kreißsaalführungen
- Hebammenliste
- Elternschule - Kurse und Erfahrungsaustausch
- Infomaterial
- Vortragsunterlagen
Leistungsangebot der Klinik für Gynäkologie
- Diagnostik und Therapie
- Minimalinvasive Chirurgie
- Ambulante Operationen
- Urogynäkologie
- Gynäkologische Onkologie
- Gynäko-Onkologische Tagesklinik
- Partner im Uni-Brust-Zentrum
- Kontakt und Sprechstunden
Das Leistungsangebot der Klinik umfasst das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie gynäkologischer Erkrankungen. Um Ihnen ein besonders hohes Maß an Behandlungsqualität anbieten zu können, steht der Frauenklinik modernste Gerätetechnik zur Verfügung. Hierzu gehören insbesondere:
- Duktoskopie (Milchgangsendoskopie) zur interventionellen Diagnostik von Milchgangserkrankungen
- Vakuumbiopsie mittels Mammotome® zur minimalinvasiven Diagnostik und Operation an der Brust
- Laparoskopieeinheit mit modernster Videotechnik für minimalinvasive Operationen
- Elektrochirurgie mittels Liga-Sure® und Ultracision-System® zur Gefäßversiegelung für besonders blutungsarmes Operieren
- Thermachoice®-Ballon-System zur Endometriumablation (Gebärmutterschleimhautverödung)
- C-Trak Intraoperative Gammasonde für die Sentinel- (Wächter-)
Lymphknotendiagnostik - CO2-Laser (narbenfreie Behandlung von Genitalwarzen)
Neben den Möglichkeiten zur Diagnostik und operativen Therapie auf höchstem Niveau, bietet Ihnen unsere Klinik alle Möglichkeiten zur medikamentösen Behandlung gynäkologischer Erkrankungen. In besonderem Maß gilt dies für gynäkologische Tumorerkrankungen und die Behandlung von Brustkrebs. Hier steht den betroffenen Frauen eine Ambulanz zur Verfügung, in der alle Möglichkeiten der Chemotherapie, der Anti-Hormontherapie, der Antikörpertherapie sowie der unterstützenden Therapie (Supportiv-Therapie) angeboten werden.
Die Teilnahme unserer Klinik an nationalen und internationalen Studien sowie die Mitgliedschaft in den wichtigsten medizinischen Fachgesellschaften gewährleistet, dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte auf dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft sind und ermöglicht es uns, Ihnen modernste Behandlungsmöglichkeiten anzubieten.
Minimalinvasive Chirurgie (MIC)
Die Minimalinvasive Chirurgie ist eine moderne Operationstechnik und wird im Bereich der Gynäkologie seit vielen Jahren durchgeführt und weiter entwickelt. Diese Technik wird auch als Schlüssellochchirurgie oder Knopflochchirurgie bezeichnet. Der besondere Vorteil der minimalinvasiven Techniken besteht darin, dass im Gegensatz zur sogenannten „offenen“ Chirurgie auf einen großen Schnitt verzichtet werden kann. Stattdessen werden über kleine Schnitte (i. d. R. 5 - 10 mm) spezielle Instrumente und eine Miniaturkamera in das Operationsgebiet eingeführt. Bei der Bauchspiegelung wird zusätzlich Kohlendioxid-Gas in die Bauchhöhle geleitet, damit unter guter Sicht operiert werden kann. Weitere Vorteile dieser neuen Techniken sind die Verminderung der Wundschmerzen, kleine Narben und ein kurzer Aufenthalt im Krankenhaus. Die meisten der minimalinvasiven Operationen können heute unter ambulanten Operationsbedingungen durchgeführt werden. Unsere Klinik führt eine Vielzahl von minimalinvasiven Eingriffen durch:
Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
Mit dieser risikoarmen Methode können Veränderungen oder Erkrankungen der Gebärmutterhöhle und des Gebärmutterhalses gesehen, dokumentiert und operiert werden.
Zur Durchführung einer Gebärmutterspiegelung wird ein optisches Instrument über den äußeren Muttermund durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle vorgeschoben. Über die angeschlossene Kamera kann der Operateur das Innere der Gebärmutter auf einem Bildschirm betrachten.Die diagnostische Gebärmutterspiegelung eignet sich besonders zu Abklärung folgender Fragen:
- Beurteilung der Schleimhaut von Gebärmutterhals und Gebärmutterhöhle
- Funktion und Öffnung der Eileiter
- Vorhandensein gutartiger oder bösartiger Tumore der Gebärmutter
- Angeborene oder erworbene Veränderungen der Gebärmutterhöhle bei Unfruchtbarkeit
Mit Hilfe der operativen Gebärmutterspiegelung können folgende Operationen durchgeführt werden:
- Abtragung gutartiger Tumore (Polypen, Myome) zur Behebung von Blutungsstörungen
- Gezielte Probeentnahmen an verdächtigen Tumoren
- Sichere und gezielte Entfernung eingewachsener oder verlorener Spiralen
- Beseitigung angeborener oder erworbener Fehlbildungen zur Verbesserung der Fruchtbarkeit
Bauchspiegelung (Laparoskopie)
Im Gegensatz zur Laparotomie (Eröffnung der Bauchhöhle über einen Bauchschnitt) werden mit Hilfe modernster Technik eine Kamera und Operationsinstrumente über mehrere kleine Einschnitte in die Bauchhöhle eingeführt. Hierdurch werden die Strukturen der Bauchdecke weniger verletzt, es treten weniger postoperative Komplikationen auf und die Patientin erholt sich nach der Operation schneller.
Die Frauenklinik am Marienhospital Altenessen führt folgende Operationen mittels Bauchspiegelung durch:
- Myomenukleation (Ausschälung gutartiger Knoten aus der
Gebärmutter)
Sinnvolle Alternative zur Entfernung der Gebärmutter bei starken Beschwerden (Schmerzen, Blutungsstörungen), Funktionserhalt der Gebärmutter bei Kinderwunsch und Myomknoten - Suprazervikale Hysterektomie LASH (Entfernung des Gebärmutterkörpers)
Kompromiss zur vollständigen Entfernung der Gebärmutter bei Beschwerden wie Blutungsstörungen, Schmerzen und Druckgefühl. Durch das Belassen des Gebärmutterhalses können Beckenboden und Gebärmutterbänder geschont werden. - Totale Hysterektomie (komplette Entfernung der Gebärmutter)
Ist eine Entfernung der Gebärmutter notwendig und ist dies aus technischen Gründen von der Scheide aus nicht möglich (große Gebärmutter, Myome, Verwachsungen, enge Scheide) oder muss zusätzlich an den Eileitern oder Eierstöcken operiert werden, so ist der Weg der Entfernung der Gebärmutter mittels Bauchspiegelung für die Patientin besonders schonend. - Operationen an den Eierstökken und Eileitern (z. B. Zysten oder gutartige Tumore)
- Operationen bei Eileiterschwangerschaften (EUG)
- Thermachoice®-Ballon-System zur Endometriumablation (Gebärmutterschleimhautverödung)
Die Uterus-Ballontherapie ist eine minimalinvasive Behandlungsmethode zur Verringerung übermäßig starker Menstruationsblutungen (der medizinische Fachbegriff dafür ist Menorrhagie) bei Frauen vor der Menopause, die aufgrund gutartiger (nicht krebsartiger) Ursachen unter starken Perioden leiden. Die Uterus-Ballontherapie, dauert etwa 30 Minuten, ist einfach und minimalinvasiv. Dabei wird das Endometrium (die Gebärmutterschleimhaut) einer Hitzebehandlung unterzogen. Im Gegensatz zu einer Hysterektomie bleibt Ihre Gebärmutter bei der Uterus-Ballontherapie erhalten. Die Genesung ist schnell - viele Frauen können schon am nächsten Tag wieder ihren gewohnten Aktivitäten nachgehen.
Ambulantes Operieren
Viele gynäkologische Eingriffe können problemlos und mit ausreichender Sicherheit ambulant - also ohne stationären Aufenthalt - vorgenommen werden. Dabei macht man sich vor allem den „natürlichen“ Zugangsweg zu Gebärmutterhals und Gebärmutterhöhle über die Scheide zu nutze. Für die Patienten hat das den Vorteil, dass Sie sich zu Hause in vertrauter Umgebung von dem Eingriff erholen können. Aber auch, wenn für einen Eingriff der Bauchraum eröffnet werden muss, ist heute nicht unbedingt ein Krankenhausaufenthalt erforderlich. So können heute die meisten durch Bauchspiegelung vorgenommenen operativen Eingriffe ambulant durchgeführt werden. Die Frauenklinik bietet in ihrem Operationstrakt folgende Operationen ambulant an:
- Diagnostische und operative Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
- Diagnostische Laparoskopie (Bauchspiegelung) (Abklärung unklarer Bauchschmerzen bzw. Befunde; Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter bei unerfülltem Kinderwunsch)
- Operative Laparoskopie (Entfernung von Verwachsungen, Zysten an den
- Eierstöcken, Endometrioseherden, gutartigen Befunden an Eierstöcken und
- Gebärmutter, operative Behandlung von Eileiterschwangerschaften, Sterilisation)
- Ausschabung bei Blutungsstörungen (Fraktionierte Abrasio)
- Ausschabung nach Fehlgeburt oder bei gestörter Schwangerschaftsanlage (Curettage)
- Gewebeentnahme vom Muttermund mit Laser oder Elektroschlinge(Konisation)
- Abtragung und Zerstörung von Feigwarzen im Genitalbereich mit Laser(Kondylomentfernung)
- Operationen am äußeren Genitale (Gewebeentnahmen, Entfernung von Zysten und Abszessen im Bereich der Vulva und der Scheide)
- Damm- und Scheideneingangsplastiken Gewebeentnahmen an der Brust (Vakuumbiopsie mittels Mammotome®, Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsien)
Im Jahr 2008 wurden an der Klinik für Gynäkologie ca. 700 ambulante Eingriffe durchgeführt.
Organisatorischer Ablauf:
Einige Tage vor dem Eingriff erhalten Sie in unserer Ambulanz einen Termin zur Operationsaufklärung und zur Vorstellung beim Anästhesisten. Am Tag der Operation werden Sie um 7.00 Uhr einbestellt. Die Entlassung nach Operation erfolgt am selben Tag mit Aushändigung des Operationsberichtes und Erläuterung des Operationsverlaufes durch den Operateur.
Terminabsprache:
Montag bis Donnerstag: 8.00 - 16.00 Uhr und Freitag: 8.00 - 14.00 Uhr
Telefon 02 01/ 64 00-38 70 oder 64 00-18 51
Urogynäkologie
Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Gynäkologie ist die Diagnostik und Therapie gynäkologisch-oder schwangerschaftsbedingter Erkrankungen der unteren Harnwege und des Beckenbodens
Über fünf Millionen Frauen leiden in Deutschland unter Funktionsstörungen des Beckenbodens. Diese Frauen haben dabei teilweise erhebliche Unterleibs- und Rückenbeschwerden, verbunden mit einer Blasenschwäche, die die Lebensqualität beeinträchtigt: Die betroffenen Frauen vermeiden Reisen oder andere normale Aktivitäten des alltäglichen Lebens wie Spaziergänge, Einkaufsbummel, Reisen oder Treffen mit Freundinnen und andere soziale Kontakte. Besonders bei älteren Frauen kann dies zu Vereinsamung und Depression führen.
Die Frauenklinik am Marienhospital Altenessen bietet den betroffenen Frauen das umfassende Spektrum an modernen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren für Erkrankungen des Beckenbodens und der Harninkontinenz an. Weiterhin bieten wir Schwangeren und jungen Müttern mit besonderen Risiken für das Auftreten von Senkungserkrankungen und Harninkontinenz ein umfangreiches Betreuungs- und Beratungsangebot.
Unter zumeist ambulanten Bedingungen werden alle erforderlichen Untersuchungen zur genauen Erkennung von Ursachen von Senkungsund Inkontinenzerkrankungen kompetent und einfühlsam durchgeführt. Die möglichen Behandlungsoptionen umfassen ein weites Feld von konservativen Maßnahmen bis hin zu einer Reihe von unterschiedlichen modernen Operationsmethoden.
Jede einzelne Patientin erhält einen individuellen und auf ihre Person bezogenen Untersuchungs- und Behandlungsplan, um unnötige und doppelte Untersuchungen zu vermeiden. Im Mittelpunkt steht eine enge Zusammenarbeit mit den betreuenden niedergelassenen Fachkollegen. Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit arbeiten wir eng mit den anderen Fachdisziplinen der Kath. Kliniken Essen-Nord-West (Urologie, Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum, Neurologie, Physiotherapie usw.) zusammen.
Zur Diagnostik und Behandlung von Inkontinenz und Senkungserkrankungen bieten wir Ihnen an:
Diagnostik
- Urodynamische Messungen (Messung von Druck in Harnröhre und Blase)
- Perinealsonographie
- Urinuntersuchung und Restharnbestimmung
- Blasenspiegelung (Zystoskopie)
Konservative Behandlungsmethoden
- Trink- und Toilettentraining
- Biofeedback und Elektrostimulationstherapie
- Lokale Anwendung weiblicher Sexualhormone
- Beckenbodengymnastik unter fachlicher Anleitung
- Moderne Vaginalpessare
Operative Behandlungsmethoden:
- Vaginale und abdominale Operationen
- Minimalinvasive Therapie: Spannungsfreie Vaginalschlingen (z. B. TVT-O®, TVT-secure®)
- Beckenbodenverstärkung durch Einlage von Netzen (MESH-Technik z. B. Gynecare PROLIFT®)
- Urethrale Unterspritzungen (z. B. BULKAMID®)
Zur Urogynäkologie haben wir eine Spezialsprechstunde eingerichtet:
Donnerstag: 8.30 - 12.30 Uhr
Terminabsprache:
Montag bis Donnerstag 8.00 - 16.00 Uhr und Freitag 8.00 - 14.00 Uhr
Telefon 02 01/ 64 00-38 70 oder 64 00-18 51
Gynäkologische Onkologie
Krebserkrankungen sind schwere schicksalhafte Einschnitte im Leben einer Frau, die sie aus ihrem „normalen Alltag“ herausreißen und sowohl sie selbst als auch ihre Angehörigen sehr belasten können. In unserer gynäkologischen Abteilung bieten wir Ihnen unsere Hilfe bei Krebserkrankungen im Bereich des Unterleibs (Genitalkarzinome) der Frau an. Dazu gehören Karzinome der Gebärmutterhöhle (Uterus), des Gebärmutterhalses (Zervix), der Eierstöcke (Ovarien), der Eileiter (Tuben), der Scheide (Vagina) und der Schamlippen (Vulva).
Die Durchführung aller gynäkologischer Operationen zur Therapie des Ovarial-, Uterus-, Zervix-, Vulva- und Vaginalkarzinoms erfolgt nach nationalen und internationalen Leitlinien und Standards von erfahrenen Operateuren/-innen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit der Urologie, Chirurgie und Anästhesie sind alle Möglichkeiten zum Erhalt oder der Wiederherstellung von Organen gegeben. Dies ist vor allem für die Lebensqualität von großer Bedeutung.
Die Frauenklinik verfügt über eine eigene onkologische Tagesklinik zur ambulanten Durchführung von medikamentösen Tumortherapien und nimmt an nationalen und internationalen Studien teil.
Unser Konzept der ganzheitlichen Behandlung von Frauen geht über die körperliche Therapie hinaus. Erfahrene Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und Seelsorger stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung und gehen auf Ihre besondere Belastungssituation, die Sie aufgrund Ihrer Krebserkrankung erleben, ein. Vielen Frauen hilft es, über ihre Befürchtungen zu reden oder im Gespräch zu überlegen, wie sie besser mit ihrer Krankheit umgehen und die Therapie bewältigen können.
Gynäko-Onkologische Sprechstunde:
Dienstag: 13.30 - 15.00 Uhr
Angebotene Leistungen:
- Beratung und Gesprächsmöglichkeiten für Patienten mit gynäkologischen Krebserkrankungen
- Zwei Meinungen zu Krebsdiagnose und Therapie
- Besprechung von Staginguntersuchungen
- Fragen zur Supportiv-(Unterstützungs-) therapie.
Leben nach Krebs - Gesprächskreis für Frauen
Das offene Angebot mit dem Titel „Leben nach Krebs – Gesprächskreis für Frauen“ richtet sich an Frauen, die von Brustkrebs und anderen gynäkologischen Krebserkrankungen betroffen sind. In angenehmer Atmosphäre besteht bei Kaffee und Kuchen an jedem ersten Mittwoch im Monat, jeweils von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr, in der neuen Patientenlounge auf der Station A 4.2, Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, zum gemütlichen Beisammensein oder einfach nur zum Plaudern. Zudem informiert Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Carsten Oberhoff über aktuelle Entwicklungen in der Krebstherapie und beantwortet die Fragen der Teilnehmerinnen. Ansprechpartner: Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Carsten Oberhoff, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. Tel. 0201/6400-1851, c.oberhoff
kkenw.de
Gynäko-Onkologische Tagesklinik
Die Frauenklinik am Marienhospital Altenessen verfügt über eine Gynäko-Onkologische Tagesklinik. Patientinnen mit Brust-, Eierstock-, Gebärmutterhals- und Gebärmutterkörperkrebs sowie anderen gynäkologischen Krebserkrankungen, die aufgrund ihres Krankheitsbildes keiner ärztlichen oder pflegerischen Betreuung rundum die Uhr bedürfen, werden in der onkologischen Tagesklinik ambulant betreut.
Dem Patienten stehen dabei sowohl in Diagnostik als auch Therapie in gleichem Maße wie den stationären Patienten alle Angebote des Krankenhauses zur Verfügung. In der Betreuung besteht eine enge fachübergreifende Kooperation mit allen Fachabteilungen der Kath. Kliniken Essen-Nord-West.
Die neu eingerichteten Räumlichkeiten der Tagesklinik sind großzügig bemessen und modern ausgestattet. Je nach Notwendigkeit und Wunsch der Patientinnen kann die Chemotherapie im Bett liegend oder in Gemeinschaft im Sitzgruppenraum verabreicht werden. Mit einem Büfett wird für Frühstück und Mittagessen gesorgt. Sprechzimmer ermöglichen Gespräche unter vier Augen oder Erörterungen mit Angehörigen. Wir bieten alle gängigen modernen medikamentösen Therapieverfahren wie Chemotherapien, Hormontherapie, Immuntherapien sowie intensive supportive (unterstützende) Therapiemaßnahmen an. Patientinnen können mit einer Überweisung vom niedergelassenen Gynäkologen (ggf. mit onkologischem Schwerpunkt) oder onkologischem Facharzt zur ambulanten Versorgung vorgestellt werden; diese beinhaltet die medikamentöse Tumortherapie, deren Indikationsstellung sowie die begleitenden Untersuchungen im Verlauf der Therapie und ausgewählte Untersuchungen in der Nachsorge.
Individuelle ärztliche Betreuung und aktuelle Laboruntersuchungen garantieren größtmögliche Sicherheit für die behandelten Patientinnen. Spezialisiertes Fach-Pflegepersonal umsorgt und überwacht die Patientinnen.
Terminabsprache:
Montag bis Donnerstag: 8.00 - 16.00 Uhr
Freitag : 8.00 - 14.00 Uhr
Telefon 02 01/ 64 00-38 70 oder 64 00-18 51
Partner im Uni-Brustzentrum Essen (ubze)
Seit dem Jahr 2003 ist die Klinik für Gynäkologie Partner im Uni-Brustzentrum Essen. Ziel des Uni-Brustzentrums Essen ist Ihre individuelle Betreuung durch Diagnostik und Therapie bei Brustkrebs auf höchstem klinischen und wissenschaftlichen Niveau. Um das realisieren zu können, haben sich in Essen drei Kliniken – Katholische Kliniken Essen-Nord-West, Kliniken Essen-Süd und das Universitätsklinkum – zum Uni-Brustzentrum Essen zusammengeschlossen. Auf der Basis für alle kooperierenden Kliniken verbindlicher Qualitätsstandards für Diagnostik-, Therapie- und Nachsorgeverfahren möchten wir Ihnen gemeinsam das Bestmögliche im Kampf gegen den Brustkrebs anbieten. Dank der engen Zusammenarbeit werden die miteinander vernetzten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten und Schwerpunkte der im Uni-Brustzentrum Essen kooperierenden Kliniken genutzt. Dazu bieten wir Behandlungsverfahren an die dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen und auf den nationalen und internationalen Leitlinien, wie der S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft oder EUSOMA, beruhen. Wöchentliche „Tumorkonferenzen“, an denen alle Kliniken mit ihren Fachärzten wie Gynäkologen, internistischen Onkologen, Pathologen, Radiologen, Nuklearmedizinern und Strahlentherapeuten beteiligt sind, stellen eine medizinische Versorgung jeder einzelnen Patientin nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sicher.
Jeder einzelne Behandlungsschritt wird selbstverständlich mit Ihnen und – soweit gewünscht – mit Ihren Angehörigen ausführlich besprochen. Wir wissen, welche wichtige Funktion das Gespräch mit der Patientin und den Angehörigen hat und wie wichtig die Transparenz der Diagnostik und der einzelnen Behandlungsmodalitäten ist. Unabhängig davon finden regelmäßige Informationsveranstaltungen für Interessierte und Betroffene in unseren Kliniken statt. Alle an der Behandlung unserer Patientinnen Beteiligten haben sich verpflichtet, regelmäßig an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen und sind an der Universität selbst an der ständigen Fortentwicklung der Therapie beteiligt. So ist die Therapie auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand stets gewährleistet.
Erste Anlaufstelle – die Brustsprechstunden
Stellen Sie Veränderungen an Ihrer Brust fest, sollten Sie unverzüglich zur Abklärung des Befundes Ihren Frauenarzt aufsuchen. Sie können aber auch direkt in die Brustsprechstunde kommen, die Frauenklinik am Marienhospital Altenessen bietet Ihnen folgende Sprechstunden an:
Akutsprechstunde Brustkrebs
Montag bis Freitag: 8.00 - 11.00 Uhr
Allgemeine Brustsprechstunde
Mittwoch: 10.00 - 13.00 Uhr und 13.30 - 15.00 Uhr
Pflegeberatung - Breast Care Nurse
Beratung und Begleitung für an Brustkrebs erkrankte Frauen
Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Betroffene erleben eine hohe psychische, emotionale und soziale Belastung. In dieser Zeit besteht ein hoher Bedarf an individueller Information, Unterstützung und Beratung.
Als Teil unseres interdisziplinären Teams steht Ihnen und Ihren Angehörigen während der ganzen Behandlungsphase eine speziell ausgebildete Pflegefachberaterin für Brusterkrankungen (Breast Care Nurse) zur Seite, die Sie individuell berät und begleitet.
Das Beratungsangebot umfasst:
- Information und Begleitung in den verschiedenen Phasen der Erkrankung und in der Zeit danach
- Unterstützung beim Umgang mit Körperbildveränderungen, Beratung bei Haarverlust und zur Brustprothesenversorgung
- Vermittlung von Kontakten zu Sozialdiensten, Selbsthilfegruppen und psychologischen Angeboten
- Koordination von Terminen
Frauenklinik, 4. OG, Station A 4.2, Besprechungsraum |
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Claudia Veltmann | |
Psycho-Onkologische Sprechstunde
Donnerstag: 10.00 - 16.00 Uhr Telefon 02 01/ 64 00-38 70 oder 64 00-18 51
Bildgebende Diagnostik
Am Marienhospital als Standort des ubze stehen Ihnen alle Möglichkeiten der modernen Brustdiagnostik zur Verfügung. Hierzu gehören bildgebende Techniken wie die digitale Mammografie, modernste Ultraschallgeräte (Sonografie) sowie die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie). Zur weiterführenden Diagnostik anderer Organe stehen die Computertomografie (CT), die Skelettszintigrafie sowie die Sentinel-Lymph-Node-Szintigrafie zur Verfügung.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist die minimalinvasive Brustdiagnostik. Basis hierfür ist das Vorhandensein modernster Ultraschallgeräte mit der Möglichkeit zur Durchführung eines 3D/4D-Brustultraschalls sowie die Möglichkeit zur Durchführung sonografiegesteuerter Vakuumbiopsien. Mit Hilfe dieser Methoden ist es möglich, besonders schonend, das heißt ohne Narkose und ohne größere Narbenbildung verdächtige Befunde an der Brust abzuklären oder komplett zu entfernen. Verdächtige Brustbefunde, die nur durch eine Operation entfernt werden können, werden mit Hilfe modernster Mammografietechnik (Stereotaxie) für den Operateur markiert.
Therapie durch Operation
Unser Grundsatz lautet: Jede Therapie ist individuell, sie wird für die Patientin so schonend wie möglich durchgeführt. Es ist heute möglich, für jede Patientin eine „maßgeschneiderte Therapie“ bereitzustellen.
Der erste Therapieschritt ist in der Regel die Operation zur Entfernung des Tumorgewebes aus der Brust. In den meisten Fällen kann dies heute brusterhaltend erfolgen. Das heißt: Wir versuchen soviel Brustgewebe wie möglich und damit die Form und Funktion der Brust zu erhalten. Es werden nur der Tumor und die unmittelbare Umgebung entfernt. Durch die Anwendung moderner Operationstechniken kann hierbei meistens ein hervorragendes kosmetisches Ergebnis erzielt werden. Mit Hilfe der sogenannten WächterLymphknoten-Entfernung ist eine Operation der Lymphknoten aus der Achselhöhle nur noch selten notwendig.
Für den Fall, dass eine Entfernung der Brust nicht zu vermeiden ist, kann die betroffene Brust mittels sogenannter „onkoplastischer Operationen“ wiederhergestellt werden. Entweder werden Brustprothesen, Implantate, die mit Silikon oder Kochsalzlösung gefüllt sind, zum Brustaufbau unter die Haut gelegt oder die Brust wird mit körpereigenem Gewebe neu konstruiert. Dabei wird Haut- und Muskelgewebe aus einem anderen Körperbereich in den operierten Bereich verschoben.
Plastische Brustsprechstunde:
Montag und Donnerstag: 14.30 -17.00 Uhr Telefon 02 01/ 64 00-38 70 oder 64 00-18 51
Medikamentöse Therapie / Onkologische Tagesklinik
- Broschüre der Klinik für Geburtshilfe
- Broschüre der Klinik für Gynäkologie
- Ambulante Gynäkologische Operationen
- Kreißsaalführung
- Hebammenliste
- Flyer "Richtig stillen"
- Flyer "Richtig stillen" in türkischer Sprache
- Infoblatt "Sprechstunden & Ambulanzen"
- Vakuumbiopsie - sichere und schonende Diagnose und Therapie bei gutartigen Brusttumoren
- Infoblatt "Leben nach Krebs – Gesprächskreis für Frauen"
- Informationen für Studenten
Vortragsunterlagen
Im Folgenden finden Sie Unterlagen zu den von den Mitarbeitern der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe gehaltenen Vorträgen:
- Brustkrebs - neue Erkenntnisse Essen verbessern Heilungschancen
- Kinderwunsch und Schwangerschaft - eine Frage des Alters?
- Mehr Lebensmut trotz Krebs - Psychoonkologie und Brustkrebs -
- Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Viren - wie kann man vorbeugen?
- Diabetes in der Schwangerschaft
- Ultraschall gesteuerte Vakuumbiopsie - eine schonde Methode zur Entfernung von gutartigen Brusttumoren
- Fatique - Das Erschöpfungssyndrom bei Tumorpatienten





