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Uni-Brustzentrum Essen
Drei Krankenhäuser kooperieren
Um Patientinnen mit Brustkrebs eine noch hochwertigere Behandlung und damit größere Heilungschancen zu bieten, schlossen die Katholischen Kliniken Essen-Nord-West, die Kliniken Essen Süd und das Universitätsklinikum Essen einen Kooperationsvertrag. Unter dem Namen "Uni-Brustzentrum Essen" arbeiten sie eng zusammen. Dabei sollen Synergieeffekte erzielt und das gebündelte Fachwissen für jede einzelne Patientin genutzt werden.
Konzertierte Aktion gegen Brustkrebs
Zum Hintergrund: Rund 50.000 Frauen erkranken jährlich in der Bundesrepublik an Brustkrebs. Fast ein Drittel von ihnen stirbt. Das Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen sieht eine Ursache dafür in der mangelhaften medizinischen Versorgung der Betroffenen. Die daher vom Ministerium ins Leben gerufene "Konzertierte Aktion gegen Brustkrebs" sieht neben Disease-Management-Programmen auch die Einrichtung von rund 50 Brustzentren in NRW vor. Nur noch in diesen spezialisierten Zentren sollen die Frauen operiert werden. Dabei soll jedes eine Region von 360.000 bis 450.000 Einwohnern versorgen. Mit dem Uni-Brustzentrum Essen sprechen die beteiligten Krankenhäuser alle betroffenen Frauen im gesamten Stadtgebiet Essens und über die Stadtgrenzen Essens hinaus an.
Kernleistungen werden in allen drei Häusern erbracht
Von den geforderten "Kernleistungen" des Uni-Brustzentrums werden Operationen, bildgebende diagnostische Verfahren und die Chemotherapie in allen drei Häusern erbracht. Gemeinsam werten sie unter Leitung des Universitätsklinikums die diagnostischen Befunde aus. Untereinander haben die Krankenhäuser dabei die Möglichkeit, Röntgenbilder und weitere Daten elektronisch auszutauschen. Auch für Strahlen- oder Chemotherapie gibt es gemeinsame Behandlungspläne.
Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten
Eine wichtige Rolle spielt für das "Uni-Brustzentrum Essen" die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, was auch das Ministerium in seinen Rahmenbedingungen fordert. Die Kliniken werden die an der Vor- und Nachsorge beteiligten niedergelassenen Fachkollegen in das Gesamtkonzept einbeziehen. "Wir wollen ein regionales Netzwerk bilden, berichtet Dr. Carsten Oberhoff, Chefarzt der Frauenklinik der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West. Auch die psychologische und soziale Betreuung der Patientinnen ist von erheblicher Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit Selbsthilfeorganisationen und Beratungsstellen ist bei den Sozialen Diensten der Kliniken aufeinander abgestimmt. Eine wichtige Begleitung, wenn es darum geht, die betroffenen Frauen stärker in ihren Behandlungs- und Genesungsprozess einzubinden. Außerdem wird eine enge Kooperation mit dem Westdeutschen Tumor-Zentrum (WTZ) und Einrichtungen wie dem Westdeutschen Brust Centrum (WBC) oder der Deutschen Krebshilfe angestrebt.
Qualitätssicherung
Schließlich macht die Qualitätssicherung einen wichtigen Teil der Arbeit des Uni-Brustzentrums Essen aus. Neben einem internen Qualitätsmanagement, das von den Kliniken gemeinsam erarbeitet wird, führen diese eine einheitliche Patientendokumentation durch. Als Koordinierungszentrum übernimmt das Universitätsklinikum Essen für alle Beteiligten die Datensammlung und -aufbereitung, die Studienkoordination sowie die Organisation von Fortbildungen und Konferenzen.




