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Behandlung
Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:
- Diagnostik
- Therapien
- Stationäre Behandlung
- Tagesklinik
- Institutsambulanz
- Sozialpsychiatrisches Zentrum
- Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie / Vergütung
- Kooperationen
- Essener Bündnis gegen Depression
- Infomaterial
Diagnostik
In der Psychiatrie und Psychotherapie ist das Gespräch das wichtigste Untersuchungsinstrument. Die Patienten und gegebenenfalls auch die Bezugspersonen werden zu Krankheitssymptomen befragt. Im Einzelnen werden der Zeitpunkt des ersten Auftretens, der weitere Verlauf, die Symptomatik beeinflussende Faktoren und Auslöser sowie Bewältigung und bisherige Behandlungsprozesse analysiert. Da gerade bei psychiatrischen Krankheitsbildern, was Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden anbelangt, oftmals enge Zusammenhänge mit der Lebensgeschichte und der individuellen Lebenssituation bestehen, wird ferner die so genannte soziale Anamnese erhoben.
Familienanamese
Weil psychische Beschwerden durch körperliche Krankheiten verursacht oder ungünstig beeinflusst werden können, fragen wir nach körperlichen Vorerkrankungen und vegetativen Faktoren. Oft geben Krankheiten von Familienmitgliedern wichtige Hinweise zum Verständnis. Daher erheben wir die so genannte Familienanamnese.
Psychischer Befund
Anschließend erstellen wir den psychischen Befund. Erfasst werden Bewusstseinsstörungen, Orientierungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, formale Denkstörungen, Befürchtungen und Zwänge, Wahn, Sinnestäuschungen, Ich-Störungen, Störungen der Affektivität, Antriebs- und psychomotorische Störungen, circadiane Besonderheiten, andere Störungen. Bei Bedarf werden zusätzlich test-psychologische Untersuchungen und spezielle Beurteilungsverfahren eingesetzt.
Neurologische und körperliche Untersuchung
Durch die neurologische und allgemeinkörperliche Untersuchung können Hinweise auf bedeutsame körperliche Begleiterkrankungen oder Krankheitsursachen gefunden werden. Da die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Teil eines modernen Allgemeinkrankenhauses ist, können für die Zusatzdiagnostik alle Apparaturen eingesetzt werden, die auch für die körperlich Kranken zur Verfügung stehen.
Therapien
Die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung basiert auf erfahrungswissenschaftlicher Methodik und ist zielorientiert. Ihr liegt immer ein auf den Einzelfall abgestellter Gesamtbehandlungsplan zugrunde. In der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit ihren verschiedenen Stationen, der Tagesklinik und der Institutsambulanz, werden folgende Behandlungsverfahren eingesetzt:
- Stützende Gespräche
- Verhaltenstherapie
Expositionsverfahren, Aktivitätsaufbau, kognitive Therapien, Training sozialer Kompetenz, Integriertes Psychologisches Therapieprogramm (IPT), motivationstherapeutisches Gruppenprogramm für Alkoholkranke nach Petry, Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) - Analytisch orientierte Psychotherapie
- Gesprächspsychotherapie (ggf. unter Einbeziehung von Partnern und Angehörigen)
- Psychopharmakotherapie
- Soziotherapie
Koch- und Backgruppe, Belastungserprobungen, Wiedereingliederungsmaßnahme, Spiele, Ausflüge - Beschäftigungstherapie (Ergotherapie)
Werkgruppe, computergestütztes Hirnleistungstraining Cogpack, Ausdrucksmalen, Konzentrationstraining - Seminare zur Informationsvermittlung (Psychoedukation)
psychoedukatives Training für schizophrene Patienten PTS,
Angstseminar, Diätmaßnahmen bei Psychopharmaka - Entspannungsverfahren
Autogenes Training, Biofeedback, Progressive Muskelrelaxation - Schlafentzugsbehandlung
- Lichttherapie
- Elektrokrampftherapie
- Transkranielle Magnetstimulation (TMS)
- Bewegungstherapie
- Musiktherapie
- Tanztherapie
- Angehörigengruppen
- Selbsthilfegruppen (Angstpatienten, Alkoholkranke, Depressive)
- Sport
Interdisziplinäre und interinstitutionelle Zusammenarbeit
In der Behandlung gilt es, viele Kräfte zu bündeln. Erforderlich ist gegebenenfalls auch eine direkte Zusammenarbeit mit Betreuern, Gerichten, niedergelassenen Ärzten und Psychologen, anderen Kliniken, Krankenkassen, dem Versorgungsamt, Rentenversicherungen, dem Gesundheitsamt, Selbsthilfegruppen, Heimen, dem Sozialpsychiatrischen Zentrum, Einrichtungen für betreutes Wohnen sowie dem Berufsintegrationsfachdienst.
Begleiterkrankungen werden mitbehandelt
Sofern bei einem Patienten begleitende körperliche Krankheiten vorliegen, werden diese mitbehandelt. Je nachdem werden Ärzte auch der anderen Fachabteilungen oder sonstige Konsiliarärzte hinzugezogen. Von den Patienten der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie kann die Physiotherapieabteilung bedarfsweise mitbenutzt werden (für Fango, Massage, Krankengymnastik, Schwimmen im hauseigenen Hallenbad etc.).
Stationäre Behandlung
Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie verfügt über 6 Stationen mit 125 Betten. Auf welcher Station ein Patient aufgenommen wird, hängt von seinem Krankheitsbild und seinem Zustand ab. Im Behandlungsverlauf kann es zu Verlegungen auf andere Stationen kommen, weil sich der Zustand des Patienten ändert (z. B. Besserung oder Verschlechterung), aufgrund von Änderungen des Therapiekonzeptes oder aufgrund neuer diagnostischer Gesichtspunkte.
Station D1
Die Station D1 ist eine Kriseninterventionsstation. Sie wurde im Oktober 2003 eröffnet. Aufgabe der Station ist eine kurzfristige psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung von Menschen in Krisen. Dabei handelt es sich vor allem um Patienten, die sich in Selbstmordgefahr befinden, Patienten mit gestörtem Realitätsbezug, Patienten mit Orientierungstörungen, fehlender oder mangelnder Krankheitseinsicht, fehlender oder mangelnder Steuerungstechnik bzw. Impulskontrolle. Die durchschnittliche Verweildauer auf dieser Station beträgt ca. 6 Tage. Nach Bewältigung der akuten Krise werden die Patienten entlassen, z. B. in unsere Institutsambulanz, oder sie werden in andere Bereiche der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie verlegt.
Station D2
Die Station D2 ist eine ruhige, freundliche Station mit Gruppenräumen, Ergotherapieräumen, Ruheräumen, Wintergarten, großer Patientenküche sowie Aufenthaltsräumen mit Billardtisch und Heimtrainer. Hier werden Patienten behandelt, bei denen bereits eine erste Stabilisierung eingetreten ist. Die Krankheitsbilder sind unterschiedlich. Die Station wurde 2006 renoviert.
Station D3
Auf der im Jahr 2004 vollkommen renovierten Station D3 werden häufig ältere Patienten mit schweren psychischen Störungen behandelt. Bei einigen Patienten ist im Rahmen des Gesamtbehandlungsplanes neben Hirnleistungstraining und Psychopharmakotherapie eine aktivierende Pflege mit Anleitung zur Selbsthilfe erforderlich. Patienten, die in einem geschützten Rahmen auf eine Psychotherapie vorbereitet werden müssen, werden ebenfalls hier behandelt.
Alle Patientenzimmer im D-Haus sind 2-Bett-Zimmer, haben Fernseher und Telefon.
Station E0
Auf der Station E0 werden vor allem Patienten mit lang anhaltenden schizophrenen und affektiven (die Stimmung betreffenden) Störungen behandelt. Die Behandlung findet in Gruppen statt. Viele der Patienten benötigen sozialpsychiatrische Hilfen, haben Betreuer, leben in betreuten Wohneinrichtungen.
Station E1
Die Station E1 ist die Psychotherapiestation. In Einzel- und/oder Gruppengesprächen werden seelisch nicht bewältigte Ereignisse, Konflikte, Lebensumstände bearbeitet. Regelmäßig werden in diesem Rahmen auch Partnergespräche geführt. Sechs Betten der Station sind Patienten mit Boerderline Persönlichkeitsstörungen vorbehalten. Die Patienten dieser Borderline-Station werden mit Dialektisch-Behaviorale Therapie behandelt.
Station E2
Suchtkranke mit Alkoholabhängigkeit oder Medikamentenabhängigkeit werden auf der Station E2 körperlich entgiftet und durch motivationstherapeutische Strategien auf eine Entwöhnungstherapie oder eine andere weiterführende Therapie vorbereitet. Die Suchtbehandlung besteht aus einer Kontaktphase, einer Entgiftungsphase, einer Entwöhnungsphase und einer Nachsorgephase. Die ersten beiden Phasen fallen oft zusammen. Auf der Station E2 findet damit der sehr wichtige Einstieg in eine Suchtbehandlung statt, die andernorts zur Behandlung der Krankheitsursachen und zur Entwicklung von Bewältigungsstrategien fortgesetzt wird.
Im Jahre 2006 wurde das gesamte E-Haus grundlegend renoviert und erweitert. Alle Patientenzimmer verfügen über eigene Bäder, Fernseher und Telefon.
Tagesklinik
Die Tagesklinik ist ein zentraler Bestandteil des psychiatrisch-psychotherapeutischen Therapiekonzeptes der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Die psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik wurde bereits 1981 gegründet und war die erste psychiatrische Tagesklinik in Essen überhaupt. Im Laufe der Jahre wurde das gesamte Behandlungsangebot fortlaufend weiterentwickelt und den aktuellen wissenschaftlichen Standards angepasst. Mit niedergelassenen Ärzten hat sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt. In dieser Zeit ist sowohl die Anzahl der Patienten als auch die Bedeutung milieutherapeutischer Verfahren gestiegen. Aus diesem Grund wurde 2005 ein Neubau der Tagesklinik errichtet, der auch unter räumlichen Gesichtspunkten modernsten therapeutischen Standards Rechnung trägt. Am alten Standort Ecke Flurstraße / Düppenberg entstand auf einer Grundfläche von 3.211 m2 ein Neubau mit einer Nutzfläche von 965 m2 für die Tagesklinik. Pro Jahr werden hier ca. 100 Patienten behandelt. Diese leben zu Hause, kommen morgens zur Therapie und gehen abends nach der Therapie wieder in ihre Wohnungen zurück. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 55 Tage.
Zum Therapiekonzept der Tagesklinik gehören:
- Einzel- und Gruppengespräche
- Bewegungs-, Musik- und Tanztherapie
- Ausdrucksmalen, Sport
- Konzentrationstraining
- Sozialtraining
- Kochgruppen, Ausflüge
- Informationsvermittlung in Seminarform
- Psychopharmakotherapie
Das Team
Zum Behandlungsteam gehören zwei Ärztinnen als Halbtagskräfte, ein Diplom-Sozialwissenschaftler, zwei Pflegekräfte, eine Sozialarbeiterin, ein Sozialpädagoge, eine Ergotherapeutin und eine Musiktherapeutin. Die Aufnahme in die Tagesklinik erfolgt durch Einweisung niedergelassener Ärzte. Ein weiterer Teil der Patienten wurde vorher im stationären Bereich der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie behandelt.
Institutsambulanz
Die Institutsambulanz betreut seit ihrer Gründung im Juni 2002 Patienten, die wegen der Art, der Schwere oder der Dauer ihrer Erkrankung zwar eines ambulanten, aber krankenhausnahen spezialisierten Angebots bedürfen. Die Räumlichkeiten wurden 2006 nochmals erweitert.
Langfristige, kontinuierliche Behandlung
Dies sind Patienten, bei denen in er Regel eine langfristige, kontinuierliche Behandlung medizinisch notwendig ist. Bei diesen Patienten bestehen häufig ein mangelndes Krankheitsgefühl, eine mangelnde Einsicht in die Erkrankung oder eine mangelnde Impulskontrolle. Eine langfristige und kontinuierliche Behandlung ist bei psychischen Krankheiten mit chronischem oder chronisch wiederkehrendem Verlauf angezeigt. Dazu gehören insbesondere Schizophrenien, depressive Erkrankungen, schwere Persönlichkeitsstörungen, Suchtkrankheiten in Kombination mit anderen psychischen Störungen sowie gerontopsychiatrische Krankheiten.
Das Leistungsspektrum der Institutsambulanz
Das Leistungsangebot der Institutsambulanz umfasst im Sinne einer Komplexleistung das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie. Dazu gehören insbesondere die psychiatrische Befunderhebung, psychologische Diagnostik, Psychotherapie, Soziotherapie, Beschäftigungstherapie, Informationsvermittlung (auch unter Einbeziehung von Angehörigen) sowie die medikamentöse Behandlung. Durch die Beteiligung verschiedener Arbeitsgruppen an der Behandlung werden Krankenhausaufenthalte vermieden oder stationäre Behandlungszeiten verkürzt. Die Behandlungsabläufe werden so optimiert, dass die soziale Integration der psychisch Kranken stabilisiert wird. Zum Behandlungsteam gehören Psychiater, eine Psychologin, Pflegekräfte, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten.
Überweisung ist sinnvoll
Zur Vermeidung unnötiger Kosten ist eine Überweisung eines Arztes erforderlich. Eine Überweisung ist jedoch keine zwingende Voraussetzung für die Behandlung in der Institutsambulanz. Die Behandlung erfolgt nach terminlicher Vereinbarung.
Notfälle werden in der Zentralen Notaufnahme des Philippusstifts behandelt:
Tel.: 0201/6400 - 5260
Sozialpsychiatrisches Zentrum
Das Sozialpsychiatrische Zentrum ist seit 1994 durch den Land schaftsverband Rheinland als eine gemeindenahe Einrichtung zur Betreuung psychisch kranker Menschen im vor- und nachstationären Bereich anerkannt und arbeitet mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie eng zusammen. Das Sozialpsychiatrische Zentrum besteht aus einer Kontakt- und Beratungsstelle („Stützpunkt“) und der Tagesstätte („Borbeck“). Darüber hinaus wird ein spezielles Beratungs- und Beschäftigungsangebot für ältere psychisch kranke Menschen bereitgehalten. Im Jahre 2004 wurde mit dem Projekt „Betreutes Einzelwohnen“ begonnen.
Seit 2006 befindet sich das gesamte Sozialpsychiatrische Zentrum unter einem gemeinsamen Dach in modernen, großzügigen Räumlichkeiten auf der Germaniastraße 230 in 45355 Essen.
Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsberechtigung. Die Weiterbildung wird in einem Studienbuch dokumentiert. Jeden Freitag findet ein Seminar statt. Hier wird die Theorie der Psychiatrie vermittelt (Fallseminar Psychopathologie, Pharmakologie, Sozialpsychiatrie, Forensik, Krisenintervention, Konsil- und Liaisonarbeit). Die Theorie der Psychotherapie wird sechmal im Jahr in Form eines ganztägigen Blockunterrichts vermittelt. Auf fast allen Stationen gibt es Balintgruppen. Jeweils 14-tägig findet eine Supervisionssitzung statt in Verhaltenstherapie und in analytisch orientierter Psychotherapie. Jeden Dienstag wird eine neuro-radiologische Konferenz angesetzt. Der neurologische Teil der Weiterbildung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie kann nach Rüchsprache mit dem zuständigen Chefarzt in der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie des Philippusstift Essen erfolgen.
Das Krankenhaus übernimmt alle Kosten der Psychotherapieausbildung.
Vergütung
Die Vergütung richtet sich nach den AVR-Caritas mit einer übertariflichen Zulage zum Ausgleich Marburger Bund Tarif. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu Zusatzeinnahmen.
Kooperationen
Die Klinik ist Ausbildungsstätte für mehrere Psychologische Institute. Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit:
- Gesellschaft für Angewandte Psychologie und Verhaltensmedizin mbH, Münster
- Ausbildungszentrum für Verhaltenstherapie, Ausbildungsstätte Dortmund von FernUniversität Hagen und Deutscher Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (Sitz in Tübingen)
- Akademie für Verhaltenstherapie Köln GmbH
- Ausbildungsinstitut für Klinische Verhaltenstherapie Gelsenkirchen
Durch den Status des Akademischen Lehrkrankenhaus wird darüber hinaus intensiv mit der Universität Duisburg-Essen zusammengearbeitet.
Essener Bündnis gegen Depression - Einladung zur Teilnahme am Projekt
Was ist denn das?
Das Deutsche Bündnis gegen Depression e.V. ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein der Betroffene und Angehörige, Fachleute und in der Versorgung depressiv Erkrankter Tätige. Ziel ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über Depression(en) und die verbesserte Versorgung Betroffener.
Die Kernbotschaft des Bündnisses:
- Depression kann jeden treffen
- Depression hat viele Gesichter
- Depression ist behandelbar
Zahlreiche Regionen und Städte in ganz Deutschland engagieren sich schon in eigenen Bündnissen.
Die Bündniszentrale in Leipzig hat das Ziel, optimale Voraussetzungen für die regionale und lokale Arbeit zu schaffen, stellt Materialien zur Verfügung und berät die Bündnismitglieder. Informationen dazu im Internet unter
www.buendnis-depression.de
Seit 2004 gibt es ein solcher Bündnis auch europaweit:
European Alliance Against Depression (EAAD). Die einzelnen lokalen und regionalen Bündnisse organisieren ihre Arbeit unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen, dass verschiedenste Einrichtungen und Menschen zusammen arbeiten, die an der Versorgung depressiv erkrankter Menschen beteiligt sind. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit gewährleistet eine hohe Akzeptanz und breite Wirkungsamkeit des Aktionsprogramms auf lokaler Ebene. Wir laden Sie herzlich ein, am geplanten Essener Bündnis mitzuwirken.
Was bringt das?
Depressionen werden häufig unterschätzt und nicht ernst genommen. Es handelt sich aber um eine sehr ernsthafte Erkrankung. Wird eine Depression nicht erkannt, führt sie zu unnötigem Leiden und zur Gefährdung der Patientinnen und Patienten, im schlimmsten Fall zum Suizid. Zwischen fünf und 15 Prozent der Bevölkerung sind einmal im Leben mit einer depressiven Episode konfrontiert. Bei zehn bis zwölf Prozent davon neigt dieser Zustand zur Chronifizierung.
Laut Weltgesundheitsorganisation WHO wird die Depression ab dem Jahr 2010 die kostenintensivste Erkrankung sein.
Das Bündnis gegen Depression befasst sich also mit einem hochaktuellen und weit verbreiteten Problem.
Einige regionale Bündnisse gegen Depression setzen im Rahmen ihrer Kampagnenarbeit zusätzliche inhaltliche Schwerpunkte wie Depression bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Migrationshintergrund, Depression nach der Geburt, im Alter, am Arbeitsplatz, Krisenmanagement und Suizidalität.
Unsere Einladung an Sie
Wir laden Sie mit dieser kurzen Information zur Mitarbeit und Unterstützung ein.
Wir: das ist eine Arbeitsgruppe, die die Grpndung des Essener Bündnisses vorbereitet. Sie ist vom Beirat der Arbeitsgemeinschaft für die Planung und Koordinierung psychsozialer Einrichtungen in Essen und der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft unserer Stadt ins Leben gerufen worden. Ihr gehören Fachleute unterschiedlicher Gebiete und Einrichtungen an.
Ein Verein koordiniert die Arbeit des Essener Bündnisses gegen Depression
Unser Ziel ist ein breites Bündnis aller Fachleute und Facheinrichtungen in unserer Stadt. Wie wir dieses Bündnis im Detail gestalten, wollen wir im weiteren Verlauf auch mit Ihnen besprechen, planen und realisieren.
Wir brauchen Sie
Ihre fachliche Unterstützung bei dieser großen Aufgabe ist uns wichtig. Deshalb laden wir Sie sehr herzlich zur Mitarbeit ein. Wir werden Sie weiterhin über den Fortgang der Arbeiten am Essener Bündnis gegen Depression informieren. Können Sie sich eine Mitarbeit vorstellen? Dann teilen Sie uns doch kurz und formlos Ihr Interesse mit.
Sehr dankbar sind wir auch für Spenden an den gemeinnützigen Verein:
Essener Bündnis gegen Depression
Nationalbank Essen
Konto-Nr.: 4 531 167, BLZ: 360 200 30
Kontakt:
Gesundheitsamt/Büro Gesunde Stadt
Fax: +49 (0) 201 / 88 53 135
E-Mail: horst.heinemann
gesundheitsamt.essen.de
- Broschüre der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
- Haus E - Klinik für Psychiatrie und Psychiotherapie - (Flyer)
- Psychiatrische und Psychotherapeutische Tagesklinik (Flyer)
- Psychiatrische Institusambulanz (Flyer)
- Betreutes Einzelwohnen für psychisch kranke Menschen (Flyer)
- Tagesstätte Borbeck (Flyer)
- Stützpunkt - Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen (Flyer)
- Informationen für Studenten




