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Die Behandlung in unserer Abteilung
Die radiologische Abteilung der Katholischen Kliniken Essen-Nord-West versteht sich als moderner Dienstleister und versorgt mit wechselnden klinischen Fragestellungen die Fachkliniken im Marienhospital Altenessen und im St. Vincenz-Krankenhaus in Essen-Stoppenberg mit diversen modernen Röntgenuntersuchungen, um eine möglichst schnelle und effiziente Diagnosefindung zu gewährleisten.
Ziel ist es, das Krankheitsbild des Patienten abzuklären und die anschließende Behandlung durch moderne bildgebende Verfahren zu begleiten.
Des weiteren sind bei bestimmten Fragestellungen auch ambulante Untersuchungen möglich (z.B. Brustuntersuchungen = Mammographien). Darüber hinaus verfügt die Radiologie über 15 eigene Klinikbetten im Betriebsteil Marienhospital Altenessen, die für die Diagnose und Therapie verschiedener Krankheitsbilder erforderlich sind.
Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen
- Infos für niedergelassene Ärzte
- Moderen bildgebende Verfahren
- Verschiedene Krankheitsbilder
- Verfahren der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie
- Sprechstunde
Die bildgebenden Verfahren umfassen:
- Konventionelle Röntgenaufnahmen mit differenzierten Untersuchungstechniken
- digitale Katheterangiographie
- Die Mammographie mit digitaler Stereotaxie.
- Die digitale Erfassung und Verarbeitung der Befunde
- Modernste computertomographische Untersuchungen mit Schnittbildern, die eine 3-D-Rekonstruktion/Simulation ermöglichen. Die beiden wichtigsten Verfahren sind:
- Computertomographie (CT)
Die CT-Diagnostik ermöglicht durch die Multislicetechnik (die Darstellung von mehreren Schnittbildern gleichzeitig), erhobene Befunde bei einem Patienten abzuklären. Durch eine gleichzeitige Bilderfassung bei bewegtem Organ (z.B. Herz, Lunge, Darm) kann trotz der Bewegungsunschärfe ein scharfes, genaues Abbild der einzelnen Organabschnitte erreicht werden. Entsprechend können so sichere Diagnosen gestellt werden und die therapeutischen Maßnahmen früher und rascher eingeleitet werden. - Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
Die MRT ist ein diagnostisches Verfahren in der modernen Medizin. Die zur Diagnose beitragenden Bilder werden mit einer strahlungsfreien Methode erreicht. Das MRT hat durch die multiplanare Schnittführung die Möglichkeit, einen Befund in verschiedenen Ebenen gleichzeitig zu sehen. Entsprechend den computertomographischen Untersuchungen sind ohne invasive Technik Darstellungen der Gefäße und der
einzelnen Herzabschnitte möglich. Invasive Methoden (Kathetertechniken) sollten erst zukünftig bei einem therapeutischen Vorgehen eingesetzt werden. Die Behandlung von Tumoren im Körper ist ebenfalls unter der Kontrolle des MRT mit einer hohen Genauigkeit verbunden.
In täglichen Fachkonferenzen mit anderen Fachdisziplinen des Hauses werden das Krankheitsbild und die erhobenen Bilddaten miteinander verglichen. Anschließend wird die Diagnose gestellt und die Therapie festgelegt. Sofern erforderlich, unterstützt die klinisch-radiologische Abteilung den gesamten Behandlungsprozess.
Im folgenden stellen wir Ihnen einige Krankheitsbilder vor:
- Darstellung und Therapie von Blutgefäßen
- Klärung eines unklaren Gewebeprozesses
- Klärung eines unklaren Brustbefundes
- Diagnostik und Therapie des Rückenschmerzes
- Nukleotomie
- Vertebroplastie
- Radio-Frequency-Ablation (RFA)
Darstellung und Therapie von Blutgefäßen
1. Arterielles Gefäß:
Bei der Klärung einer Durchblutungsstörung (z. B. Schaufensterkrankheit) ist häufig eine arterielle Gefäßdarstellung erforderlich. Durch neue Schnittbildaufnahmetechniken können diese Gefäße häufig auch ohne Katheter bildlich dargestellt werden. Durch Kontrastmittelinjektionen werden Verengungen und Verschlüsse sichtbar. Bei weitergehenden Fragestellungen wird das Gefäß punktiert; das entspricht der Schmerzempfindung einer Blutentnahme. Anschließend wird ein feiner Katheter im Gefäß vor Ort platziert. Auch hier sorgen Kontrastmittelgaben für die bildliche Darstellung des betroffenen Gefäßbereiches.
Die Therapie der arteriellen Gefäße erfolgt in gleicher Technik: Mit dem Ziel einer verbesserten Durchblutung werden verschlossene Gefäße mit verschiedenen Kathetern (Ballon, Bohrer) rekanalisiert. Sofern erforderlich, werden Nitinolnetze, so genannte Stents, zur Abstützung der Gefäßwände implantiert.
2. Venöses Gefäß:
Durch Kontrastmittelgabe wird der krankhafte venöse Befund lokalisiert. Bei einer eingetretenen Thrombose wird die Vene durch ein gezieltes Lyseverfahren rekanalisiert und ausgewaschen. Diese Rekanalisation betrifft nicht alleine die Beinvenen; Thrombosen im Bereich der Schul-terarmvenen und der Beckenvenen sind durch fortgeschrittene interventionelle Maßnahmen, z.B. Kathetertechniken, ebenfalls zu beeinflussen. Bei Beckenthrombosen werden feine Sprühkatheter in die Beckenvenenstrombahn eingebracht und das Blutgerinnsel wird aufgelöst. Bei älteren, organisierten Thrombosierungen werden in Abhängigkeit vom Zustand des arteriellen Gefäßschenkels feine Nitinolnetze implantiert.
Klärung eines unklaren Gewebeprozesses
Liegt der Verdacht auf einen Tumor-befund im Körper eines Patienten
vor, erfolgt unter Anwendung von Schnittbildtechniken eine radiologische Lokalisationsuntersuchung. In Absprache mit den beteiligten Fach-disziplinen wird die Lage des Tumors exakt bestimmt. Danach wird der unklare Gewebebefund gezielt und laserkontrolliert mit der so genannten High-Volume-Technik punktiert. Im Rahmen eines Microschneidevor-ganges erfolgt die Entnahme von Zellmaterial. Anschließend wird das entnommene Material zytologisch-pathologisch untersucht.
In Kenntnis des histologischen Befundes kann der behandelnde Arzt das therapeutische Vorgehen präzise definieren und umsetzen.
Klärung eines unklaren Brustbefundes
Die moderne Brustkrebsvorsorge umfasst in der Regel den Tastbefund und die Mammographie.
Sofern die Mammographie kein klares Ergebnis liefert, besteht die Möglichkeit, einen unklaren Herdbefund in der Brust computergesteuert zu punktieren, um einen kleinen Gewebezylinder aus dem Brustgewebe zu gewinnen. Die Punktion erfolgt als Einzelpunktion oder als gefächerte Punktion. Durch dieses moderne Verfahren (Stereotaxie) können unruhige Gewebebezirke, die keine eindeutige Tumorform aufzeigen, gezielter geprüft und zytologisch-pathologisch abgeklärt werden.
Bei der Stereotaxie wird die Brust ebenso wie bei der Mammographie gelagert. Die Punktion des unklaren Gewebes erfolgt zielgenau mit Unterstützung modernster Computerbildtechnik und unter schmerzfreien Bedingungen.
In Abhängigkeit vom Untersuchungs-ergebnis kann eine weitere Überwachung der Brust durch zeitlich genau festgelegte Kontrolluntersuchungen erfolgen oder der Herdbefund wird zur Operation der Brust vorbereitet.
Bei gesichertem Tumorgewebe können vor der Operation kleine Markierungen mit diesem computergesteuerten Verfahren in das Tumorbett eingebracht werden.
Diagnostik und Therapie des Rückenschmerzes
Bei lang anhaltenden Schmerzzuständen im Rücken-Becken-Bereich werden in Abstimmung mit der orthopädischen Fachdisziplin Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule diagnostiziert. Bei den Veränderungen handelt es sich vorwiegend um reaktive Schmerzzustände bei der arthrotischen Gelenkveränderung im Zwischenwirbelbereich. Weniger häufig liegt ein Bandscheibenvorfall vor.
Durch gezielte Schnittbildverfahren kann laserkontrolliert microinvasiv therapiert werden. Es kommt zu einer erhöhten Beweglichkeit in den Zwischenwirbelgelenken und zur Reduzierung des Schmerzes. Begleitet wird diese Therapie durch eine intensive physikalische Behandlung.
Bei andauernd starken Schmerzzuständen kann paravertebral gezielt ein Schmerzfasersegment in Absprache mit der neurologischen Fachdisziplin über einen längeren Zeitraum blockiert werden. Die Rückenmuskulatur kann sich in diesem Zeitabschnitt erholen und stärken.
Bei einem überhängenden Bandscheibenbefund (Bandscheibenprolaps) wird der vorgeschobene Bandscheibenanteil gezielt punktiert und in seinem überhängenden Anteil, der das Rückenmark komprimiert, reduziert (Nucleotomie).
Bei einem osteoporosebedingten Schmerzzustand werden die kalksalzgeminderten Wirbelkörper durch eine gezielte Punktion mit einem stabilisierenden Stoff aufgefüllt. Der gefestigte Wirbelkörper verursacht nach der Behandlung weniger Schmerzen.
Nukleotomie
Bei der Nucleotomie handelt es sich um ein microinvasives Verfahren, Bandscheibenvorfälle im Bereich der unteren Wirbelsäule (lumbal) zu therapieren. Unter High-Tech-Bedingungen wird ohne Narkose die Bandscheibe punktiert. Anschließend wird mit Hilfe eines kleinen Elektromotors das überhängende Bandscheibenmaterial zielgenau entfernt. Bei einem charakteristischen Rückenschmerzbefund ergänzt dieses Verfahren die zielgerichtete Infiltration der Wirbelgelenke und sorgt beim Patienten für eine deutliche Schmerzentlastung.
Vertebroplastie
Die Vertebroplastie ist die Stabilisierung eines instabilen Wirbelkörpers durch Einbringen von Knochenzement. Der Eingriff wird in unserer Abteilung mit bildgebenden Verfahren wie z. B. der Computertomographie (CT) kontrolliert gesteuert. Es wird eine Kanüle in den zerstörten Knochen eingeführt und flüssiger Knochenzement eingebracht. Der Patient erhält während des Eingriffs eine Narkose. Die überwiegende Zahl der Patienten ist nach dem Eingriff schmerzfrei. Bei bestimmten Einbrüchen der Wirbelkörper kann der höhengeminderte Wirbel durch eine Expansion (Kyphoplastie) angehoben werden.
Radio-Frequency-Ablation (RFA)
Es handelt sich um eine thermische Koagulation (Zerstörung von Metastasen und primären Tumoren) im Leberbereich. CT-gesteuert wird eine Sonde (Microwellentechnik) laserkontrolliert in den Tumor eingebracht und das Tumorgewebe erhitzt. Da unter der Microsonde keine Verbrennung eintritt, kann der Körper das zerstörte Eiweißmaterial vollständig abbauen. Begleitet wird diese lokale Therapie häufig durch eine Chemoembolisation, die über einen arteriellen Katheter durchgeführt wird.
Sprechstunden der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Interdisziplinäre Gefäßchirurgische Srechstunde |
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Alle Kassen auf Überweisung von Gefäßchirurgen und Phlebologen | Dr. Gudrun auf der Springe / Sören Reinsch | Dienstag | 13.00 - 15.00 Uhr |
Haben Sie weitere Fragen bezüglich einer stationären Behandlung in unserer Abteilung oder möchten Sie bereits einen stationären Aufnahmetermin vereinbaren, so wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat. Unter der Rufnummer 0201/6400-1951 stehen wir Ihnen montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr zur Verfügung. (Ansprechpartner: Frau Nagel; Fax und E-Mail wie im Kontaktblock oben rechts angegeben).
Alles Gute wünscht Ihnen das Team der Fachklinik für Radiologie.
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