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Behandlung
Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zur Behandlung in der Klinik für Allgemeine, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie des Philippusstiftes. Bitte wählen Sie aus:
- Allgemeine und Viszeralchirurgie
- Minimalinvasive Chirurgie
- Hernienzentrum
- Das Behandlungsspektrum im Überblick
- Erkrankungen der Schilddrüse
- Erkrankungen der Speiseröhre(Ösophagus)
- Refluxkrankheit
- Magenerkrankungen
- Darmkrankheiten
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
- Erkrankungen der Galle
- Bauchwandbrüche (Hernien)
- Proktologie
- Gefäßchirurgische Therapie - Krampfaderchirurgie (Varizen)
- Sprechstunde und Ambulanz
- Infomaterial
Allgemeine und Viszeralchirurgie
Der Schwerpunkt der Behandlungen unserer Abteilung liegt in der Viszeralchirurgie. Wir verfügen über alle Voraussetzungen für sämtliche Eingriffe, von der operativen Behandlung der Schilddrüse über die Behandlung der entzündlichen und bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes bis hin zur Bauchspeicheldrüsenchirurgie.
Minimalinvasive Chirurgie
Die minimalinvasive Chirurgie, die sogenannte „Schlüsselloch-Chirurgie“, zeichnet sich dadurch aus, dass Eingriffe mit einem feinen Instrumentarium vorgenommen werden, die Heilung schneller verläuft und nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Die Spezialisierung der Klinik im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie wird durch ein Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Viszeralchirurgie (DGVG), das dem Chefarzt der Abteilung, Dr. Marwan Dib-Tatros verliehen wurde, dokumentiert. Das Spektrum dieser modernen Verfahren umfasst Eingriffe im Bereich des Zwerchfells und der Speiseröhre sowie die Behandlung von Gallensteinleiden, Blinddarmentzündungen und die Leistenbruchchirurgie. Die minimalinvasive Chirurgie eignet sich auch für die Behandlung von gutartigen Erkrankungen und für bestimmte Formenbösartiger Tumorerkrankungen. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten hat sich in unserer Klinik ein Schwerpunkt in der operativen Behandlung bösartiger Tumoren des Magen-Darm-Traktes entwickelt.
Hernienzentrum
In unserem Hernienzentrum behandeln wir alle Arten von Leisten-, Bauchwand- und Zwerchfellbrüchen sowie Narbenhernien. Hernien sind krankhafte Bauchwandlücken, die zu Einklemmungen von Darmschlingenführen können. Nur durch eine Operation kann eine Heilung erfolgen. Andere Behandlungsformen sind nicht geeignet. Nicht operierte Brüche können im Laufe der Zeit sehrgroß werden. Unsere Operationsverfahren sind schonend und können ambulant oder mit lediglich kurzem Aufenthalt vorgenommen werden.
Das Behandlungsspektrum im Überblick
Allgemeine und Viszeralchirurgie
- Chirurgie der Gallenblase, Gallenwege, Leberchirurgie
- Bauchspeicheldrüsenchirurgie
- Schilddrüsenchirurgie
- Magenchirurgie
- Darmchirurgie
- Enddarmchirurgie
- Eingriffe bei gutartigen und bösartigen Weichgewebstumoren
- Bruchbildungen und Gewebeschwäche der Bauchwand (Hernienchirurgie)
- Proktologische Operationen (Hämorrhoiden, Fisteln, Inkontinenz)
- Onkologische Chirurgie
Minimalinvasive Operationstechniken
- Gallenblasenoperationen
- Bruchversorgungen
- Antirefluxoperationen
- Milzeingriffe
- Dünndarmeingriffe
- Dickdarm- und Enddarmoperationen
- Eingriffe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Erkrankungen der Schilddrüse
Erkrankungen der Schilddrüse können lebensgefährlich sein. Eine sichere Diagnose ist deshalb unbedingt notwendig, umeine effektive Therapie einzuleiten. In vielen Fällen ist eine Operation angezeigt. Wir operieren alle krankhaften Vergrößerungen und bei Fehlfunktionen des Organs. Dazuzählen z. B. Struma, Knoten, Zysten, Hyperthyreose, Morbus Basedow, papilläres, follikuläres, medulläres, anaplastisches Karzinom, Lymphknotenmetastasen von Schilddrüsenkarzinomen.
Erkrankungen der Speiseröhre(Ösophagus)
In der Speiseröhre können sich Ausbuchtungen bilden, sogenannte Divertikel, die bei starken Beschwerden operativ behandelt werden müssen. Der Speiseröhrenkrebs(Ösophaguskarzinom) ist selten. Die bösartige Zellwucherung geht meist von der Schleimhaut aus. Häufigste Ursache ist eine Kombination von Alkohol und Rauchen. In der Regel wird der Tumor chirurgisch entfernt. Zur Unterstützung werden die Strahlen- oder eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie eingesetzt. Im Rahmen der Operation werden sowohl Brustkorb als auch Bauch eröffnet und der betroffene Teil der Speiseröhre mit den umgebenden Lymphknoten entfernt. Das nun fehlende Stück Speiseröhre wird meist durch den hochgezogenen Magen ersetzt. Befindet sich der Krebs am Übergang der Speiseröhre zum Magen oder hat er Teile des Magens erfasst, so kann auch eine Entfernung des Magens nötig sein. Die fehlenden Speiseröhrenabschnitte und der Magenwerden dann durch ein Stück Darm ersetzt. Die Operation des Ösophaguskarzinoms ist ein aufwändiger und großer Eingriff.
Refluxkrankheit
Die Refluxkrankheit bezeichnet den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre. Der Grund dafür ist häufig, dass der Schließmuskel, der normalerweise die untere Speiseröhre (Ösophagus) vom Magen abschließt, nicht mehr einwandfrei funktioniert. Meistens liegt gleichzeitig ein Zwerchfellbruch vor. Aus dem Magen fließt dann mit Salzsäureversetzte Flüssigkeit auf die empfindliche Speiseröhrenschleimhaut. Dabei kann es zu Geschwüren (Ulzeration) der unteren Speiseröhre kommen, seltener sind Blutungen. Gelangt der aggressive Magensaft in die Lunge, können dort eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung entstehen. Die Schleimhautveränderungen können zu krebsartigen Wucherungen werden. Operative Therapienwerden durchgeführt, um die oben genannten Funktionsstörungen zu beheben und die Schließfunktion wieder herzustellen. Sie werden angewandt, wenn alle konservativen Behandlungen nicht zu einer Besserung führen. Die Operation wird minimalinvasiv mit einem Endoskop durchgeführt und ist mit einem etwa dreitägigen Krankenhausaufenthalt verbunden.
Magenerkrankungen
Gutartige Magenerkrankungen
Die häufigsten Erkrankungen des Magens sind das Magengeschwür (Ulcus ventriculi)und die akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis). Die Gastritis wird medikamentös behandelt. Ein Magengeschwür ist eine gutartige entzündliche Schädigung der Magenschleimhaut. Es kann sich außerdem aus einer Magenschleimhautentzündung entwickeln. Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine Magenspiegelung (Gastroskopie). Oft können Magengeschwüre medikamentös behandelt werden, bei Komplikationen wie z. B. einer Magenblutung oder eines Durchbruchs ist eine Operation notwendig. Hier kommen verschiedene Verfahren in Betracht. Je nach Ausmaß der Erkrankung werden bis zu zwei Drittel des Magens entfernt.
Bösartige Tumoren des Magens
Die wichtigste Therapie beim Magenkarzinom ist die Operation, ergänzend werden Strahlen- und Chemotherapie angewendet. Die Heilungschancen sind insgesamt gut. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors. Das Ausmaß der Operation hängt dabei von der Tumorgröße und dem Tumortyp ab. Mit einem Sicherheitsabstand von einigen Zentimetern wird der Tumor herausgeschnitten. Dabei werden umgebendes Bindegewebe, Lymphknoten sowie eventuell die Milz mit entfernt. Ist die vollständige Entfernung des Magens notwendig, so wird die Speiseröhre (Ösophagus) mit dem Dünndarm unterhalb des Zwölffingerdarms verbunden (Ösophagojejunostomie) oder zwischen Speiseröhre und Zwölffingerdarm eine Dünndarmschlinge(Jejunum) eingenäht. Um einen Rückstrom von Gallen- und Bauchspeicheldrüsensekret in die Speiseröhre zu vermeiden, wird gegebenenfalls eine Reservoirbildung(Pouch) im Sinne eines Ersatzmagens geschaffen. Dies vergrößert die Menge der aufnehmbaren einzelnen Nahrungsportionen. Ist eine Heilung bei Magenkrebs nicht mehr möglich, kann unter Umständen eine Operation zur Linderung der Beschwerdensinnvoll sein. Dabei wird beispielsweise der durch Tumorwachstum eingeengte oder verschlossene Anteil des Magens oder der gesamte Magen entfernt und die Passagewiederhergestellt.
Darmkrankheiten
Erkrankungen des Dünndarms
Zwölffingerdarm
Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür handelt es sich um eine tief reichende Schädigung der Wand des Zwölffingerdarms. Schwerwiegende lebensbedrohliche Komplikationen des Zwölffingerdarmgeschwürskönnen Blutungen und Durchbrüche in die Bauchhöhle sein, durch die sich eine Bauchfellentzündung entwickeln kann. Bleibt die konservative Therapie erfolglos oder treten schwerwiegende Komplikationen auf, muss operiert werden.
Dünndarmtumoren
Zu den Dünndarmtumoren gehören sowohl gutartige als auch bösartige Tumoren, die sich in den verschiedenen Abschnitten des etwa vier bis sieben Meter langen Dünndarms entwickeln. Die Ursachen für Dünndarmkrebs sind bisher nicht vollständig bekannt. Eine lebensbedrohliche Situation entsteht, wenn es durch den Dünndarmtumor zu einem Darmverschluss kommt.
Gutartige Dünndarmtumoren
Gutartige Dünndarmtumoren bezeichnet man auch als Dünndarmpolypen. Sie können sich aus unterschiedlichen in der Dünndarmwand vorkommenden Geweben entwickeln und einzeln oder in großer Zahl entstehen. Als gutartig werden Tumoren bezeichnet, die weder in benachbartes Gewebe einwachsen und dieses zerstören noch Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bilden. Dennoch können gutartige Dünndarmtumoren durch ihr Wachstum zu gesundheitlichen Problemen einengen oder Hohlorgane wie den Darm durch ihre Größe verstopfen. Auch kann es zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen. Zudem besteht die Gefahr, dass zunächst gutartige Tumoren im Verlauf bösartig werden. Deshalb werden auch gutartige Tumoren operativ entfernt.
Bösartige Dünndarmtumoren
Bösartige (maligne) Dünndarmtumoren sind äußerst selten, denn nur etwa fünf Prozent aller bösartigen Tumoren des Magen-Darm-Traktes entfallen auf den Dünndarm. Einmaligner Dünndarmtumor wird operativ entfernt. Häufig schließen sich Strahlen- und Chemotherapie an.
Erkrankungen des Dickdarms
Divertikelkrankheit
Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand, die zu Entzündungen führen können. Es können sich Abszesse und Fisteln bilden, möglich sind auch starke Blutungen und ein Durchbruch der Darmwand in die Bauchhöhle. All diese Erkrankungen müssen operativ therapiert werden. Außerdem müssen Patienten mit chronischen Beschwerden oder einer Verengung des Dickdarms operiert werden. Entzündungen der Divertikel werden in unserer Klinik stadiengerecht (nach Stock und Hansen) behandelt.
Gutartige Tumoren – Polypen
Polypen sind gutartige Geschwülste, die in der Regel endoskopisch entfernt werden. Bei größeren Geschwülsten kann eine Operation angezeigt sein. Denn die Gefahr, dass sich aus den Polypen ein bösartiger Tumorentwickelt, ist groß. 90 Prozent aller bösartigen Tumoren des Dickdarms entstehen aus diesen gutartigen Vorstufen. Wenn man die Polypen rechtzeitig beseitigt, können sich daraus keine Karzinome entwickeln.
Bösartige Tumoren
Darmkrebs kann in jedem Darmabschnittentstehen; allerdings stellen die Dickdarmkarzinome die häufigsten bösartigen Tumorerkrankungen. Die Tumoren entwickeln sich hauptsächlich aus der Darmschleimhaut. Der Darmkrebs wird durch eine Operation mit vollständiger Entfernung des Tumors behandelt. Das Ausmaß des Eingriffs richtet sich nach der Größe und Lage des Tumors, der Blutversorgung des betroffenen Abschnitts und nach dessen Lymphabfluss. Absiedelungen (Metastasen) des Tumors in Lunge, Leber und Bauchraum werden ebenfalls häufig operativ entfernt.
Blinddarmentzündung (Appendizitis)
Bei einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) wird ein operativer Eingriff mit Entfernung des Blinddarms (Appendektomie) notwendig. Je früher dieser durchgeführt wird, umso wahrscheinlicher können Komplikationen vermieden werden. In unserer Klinik werden nahezu alle Blinddarmentzündungen mit minimalinvasiven Methoden operiert. Durch winzige Schnitte in der Bauchdecke wird der Eingriff durchgeführt. Diese Methode ist schneller und schonender, der Patient kann schneller und mit weniger Beschwerden entlassen werden.
Rektumkarzinom-Therapie
Die wichtigste therapeutische Maßnahme bei einem Rektumkarzinom ist die Operation. Rektumtumoren werden je nach Grad der Ausbreitung entweder oberflächlich abgetragen oder durch lokale radikale Exzisionen entfernt. Dabei wird der betroffene tumortragende Darmabschnitt entfernt. Der Eingriff erfolgt in der Regel minimalinvasiv. Meistens können der normale Stuhlgang und die normale Schließmuskelfunktion erhalten bleiben. In seltenen Fällen muss einkünstlicher Darmausgang (Anus praeter)gelegt werden.
Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse
Pankreatitis
Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse(Pankreatitis) wird in der Regel medikamentös behandelt; in fortgeschrittenen und schwerwiegenden Fällen kann eine Operation notwendig sein, um Gewebe abzutragen. Auch Zysten müssen möglicherweise operativ behandelt werden.
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bösartige Tumoren der Bauchspeicheldrüse(Pankreaskarzinome) sind sehr selten und müssen operativ behandelt werden. Das genaue Ausmaß der Operation wird individuell der Ausdehnung des Tumors und seiner Lage in der Drüse angepasst. In manchen Fällen kann außer der Entfernung der befallenen Bauchspeicheldrüse auch die Operation von Teilen des Magens, des Zwölffingerdarms und der Milz notwendig sein. Falls möglich, wird nicht die komplette Bauchspeicheldrüse entfernt (totale Pankreatektomie).
Stellt sich während der Operation heraus, dass der Tumor zu ausgedehnt für eine komplette Entfernung ist, kommt eine palliative Operation in Frage. Chemotherapie und Bestrahlung werden dann in der krankheitsmildernden (palliativen) Therapie eingesetzt, wenn eine Operation aufgrund der Ausdehnung des Tumors nicht möglich ist.
Erkrankungen der Galle
Gutartige Erkrankungen
Akute Gallenblasenentzündungen (Cholecystitis) werden meistens unverzüglich operiert, um Komplikationen und weitere Schädigungen zu verhindern. Gallensteine(Cholelithiasis, Cholezystolithiasis, Choledocholithiasis) sollten immer operativ entfernt werden, wenn sie Beschwerdenmachen. Dabei kommen sowohl offene als auch zu über 90 % laparoskopische (minimalinvasive) Verfahren zur Anwendung.
Bösartige Erkrankungen
Gallenblasenkarzinome und Gallengangskrebs sind seltene bösartige Tumoren. Einige Erkrankungen der Gallenblase und Gallengänge begünstigen die Entwicklung dieser Tumoren. Beschwerden treten meisterst spät auf, wenn es durch den Tumor zu einer Behinderung des Abflusses von Gallenflüssigkeit gekommen ist. Eine Heilung ist bei kleinen Tumoren durch eine Operation möglich. Dabei wird die Gallenblase und eventuell ein Teil des Gallengangs entfernt. Das Ausmaß der Operation ist vom betroffenen Gangabschnitt abhängig. Beilebernah gelegenen Tumoren ist neben der Entfernung des Gallengangs auch die Entfernung eines Teils der Leber nötig. Der Galleabfluss wird dann direkt in den Darmumgeleitet (biliodigestive Anostomose).
Bauchwandbrüche (Hernien)
Leistenbruch – Schenkelbruch –Nabelbruch – Narbenbruch – Zwerchfellbruch –Stomahernie
Brüche in der Bauchwand können an verschiedenen Stellen auftreten. Die Gefahr dabei ist, dass Bauchorgane durch eine Bruchlücke in eine Ausstülpung vorfallen; klemmen sie dabei in der Bruchlücke ein, kann es zu Durchblutungsstörungen, Darmverschlüssen, Darmdurchbrüchen und somit zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung kommen. Diese Brüche können an der Leiste, dem Schenkel, an Nabel und Narben, am Zwerchfell sowie am künstlichen Darmausgang (Soma) auftreten. Die Ursachen sind vielfältig, die Brüche entstehen vor allem bei erschlafftem, instabilem oder vorgeschädigtem Gewebe.
Leistenbruch
Am häufigsten tritt ein Bruch an der Leiste auf. Die Operation des Leistenbruchs ist eine der häufigsten Operationen und in der Regel völlig komplikationslos. Sie erfolgt durch eine offene OP oder mit einem minimalinvasiven Eingriff. Wenn eine Einklemmung (Inkarzeration) vorliegt, muss umgehend operiert werden, denn bereits nachwenigen Stunden kann es zu schweren Komplikationen wie einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung kommen. Bei einem Leistenbruch ist das Bauchfell sackartig ausgestülpt, so dass Eingeweideteile durch den Leistenkanal austreten können.
Jede Hernienoperation hat das Ziel, den Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück zu verlagern, die Bruchpforte zu verschließen und die Bauchwand so zu verstärken, dass sie dem Bauchinnendruck widerstehen kann. Dafür gibt es inzwischen eine Reihe von Operationsmethoden. Unsere Klinik bietet auch hier verschiedene Operationstechniken an. Bei der Methode nach Schouldice wird die Bauchwandlücke mit mehreren speziellen Nähten verschlossen. Die Lichtenstein-Technik verfährt so, dass zur Bauchdeckenverstärkung ein Kunststoffnetz eingesetzt wird, welches mit der Bauchwand verwächst und ein Wiederauftreten des Bruchsverhindert. Diese beiden Verfahren sind offene OP-Techniken („Hautschnitte“).Bei minimalinvasiven Verfahren bevorzugen wir TEP (Total-Extra-Peritoneale-Methode).Alternative Techniken sind TAAP, OP nach Rutkow, die Plug-Technik oder die Pelissier-OP. In der Regel ist der Patient bereits nach14 Tagen wieder voll belastbar.
Proktologie
Die Proktologie befasst sich mit Erkrankungen des Enddarms und des Afters. Häufigvorkommende Erkrankungen sind Hämorrhoiden, die Fissuren (Einrisse in der Afterschleimhaut), Fisteln, Thrombosen (Blutgerinnsel) und Beschwerden durch die Marisken (Analläppchen).
Gefäßchirurgische Therapie - Krampfaderchirurgie (Varizen)
Unsere Krampfaderchirurgie basiert auf moderner angiologischer Diagnostik. Es handelt sich um Eingriffe von der lokalen Krampfaderentfernung bis zur ausgedehnten Krampfadersanierung einschließlich Varizenstripping bei ausgedehnter Krampfadererkrankung. Diese Operationen werden mit modernstem Instrumentarium durchgeführt, so dass sehr gute kosmetische Ergebnisse erzielt werden und die Operationsnarben so klein wie möglich gehalten werden können.
Ambulanz und Sprechstunden
Wochentag | Uhrzeit | ||
Montag und Dienstag | 14.30-15.30 Uhr | ||
| Donnerstag | 13.30- 15.00 Uhr | |
Chirurgische Ambulanz | täglich | 10.00-11.00 Uhr | |
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Notaufnahme
| In der zentralen Notaufnahme können sich Patienten zu jeder Zeit vorstellen | ||




