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Fortschritte in der "Minimal Invasiven Chirurgie" (MIC)
In der Abteilung für Allgemeine und Viszeralchirurgie der Katholischen Kliniken Essen Nord ist im Bereich der Minimal Invasiven Chirurgie seit November 2000 ein neues Operationsverfahren zur Appendektomie etabliert. Die transumbilikale, laparoskopisch assistierte "one hole"- Appendektomie ist eine ursprünglich 1989 in Frankreich entwickelte Methode zur minimal invasiven Appendektomie durch den Bauchnabel. Dieses Verfahren wurde in unserer Abteilung für Allgemeine und Viszeralchirurgie weiterentwickelt und seit November 2000 mit großem Erfolg bei bisher ca. 80 Patienten durchgeführt.
Vergleich "Konventionelle Appendektomie und "one hole"- Appendektomie
Während bei der konventionellen Appendektomie ein ca. 3-5 cm langer Wechselschnitt und bei der laparoskopischen Appendektomie drei ca. 1-1,5 cm lange Schnitte erforderlich sind, ist bei der "one hole"- Appendektomie nur noch ein ca. 0,7-1cm langer Schnitt im Bauchnabel erforderlich. Bei der "one hole"- Appendektomie erfolgt, wie bei der laparoskopischen Appendektomie, zunächst die transumbilikale diagnostische Laparoskopie zur Diagnosesicherung und Exploration des Abdomens, sodann wird die Appendix über den Arbeitskanal der Winkeloptik erfasst und durch den Nabel vor die Bauchdecke luxiert. Die operative Abtragung der Appendix erfolgt dann, analog zur konventionellen Appendektomie. Nach Versenkung des Appendixstumpfes wird das Zäkum wieder nach intraabdominell zurückverlagert und nach Fasziennaht erfolgt der intrakutane Hautverschluß.Die postoperativ kaum sichtbare Narbe im Bauchnabel stellt im Vergleich zu den bisher etablierten Verfahren eine Perfektionierung des kosmetischen Ergebnisses dar.
Vergleichsstudie
Eine Vergleichsstudie der drei OP-Verfahren, die in der Abteilung für Allgemeine und Viszeralchirurgie seit November 2000 durchgeführt wurde konnte die Vorteile des neuen Verfahrens bestätigen. Bei gleichermaßen geringer Komplikationsrate und maximaler operativer Sicherheit zeichnet sich die "one hole"- Appendektomie durch eine schnelle postoperative Erholung und damit kurze stationäre Verweildauer der Patienten sowie ein postoperativ optimales kosmetisches Ergebnis aus.
In den Katholischen Kliniken Essen Nord lag bei durchschnittlich 260 Appendektomien pro Jahr der Anteil der konventionellen Appendektomien 1998 und 1999 noch bei 90% und der Anteil der laparoskopischen Appendektomien bei 10%. Im Jahr 2000 lag der Anteil der konventionellen Appendektomien bei 68% und der Anteil der laparoskopischen Appendektomien bei 21%, die "one hole" Appendektomie machte 11% der Appendektomien aus. Für das Jahr 2001 wird ein weiterer Rückgang der konventionellen Appendektomie zugunsten der minimal invasiven Verfahren erwartet, wobei der Anteil der "one hole"- Appendektomien schätzungsweise auf über 40% der Appendektomien zunehmen wird.
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