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Endoskopiekompetenzzentrum Borbeck
Start im April 2007
Das neue Endoskopiekompetenzzentrum Borbeck hat im April 2007 seine Arbeit im Philippusstift aufgenommen. Betrieben wird es von Chirurgen und Internisten aus Klinik und Praxis und bietet sämtliche Möglichkeiten der Spiegelung von Magen und Darm an. Dies ist in Essen bislang einmalig.
Erhebliche Vorteile für Patienten
Im Jahr werden im neuen Endoskopiekompetenzzentrum ca. 6.000 Endoskopien auf höchstem technischem Niveau vorgenommen. Für Patienten hat die enge Zusammenarbeit der medizinischen Fachdisziplinen den Vorteil, dass die Behandlung „in einer Hand bleibt“. Die Patienten treffen nicht mehr entweder auf einen Chirurgen oder einen Internisten, sondern auf ein Ärzteteam, das gemeinsam die richtige Therapieentscheidung trifft. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das interdisziplinär zusammengesetzte Medizinerteam kann schon während der Untersuchung sämtliche Therapiemöglichkeiten ins Auge fassen, von der Arzneimitteltherapie über den Eingriff während der Endoskopie bis hin zur Operation. Das spart nicht nur Zeit und wertvolle Ressourcen, sondern erhöht gleichzeitig die Behandlungsqualität - ein deutliches Plus für den Patienten und ein Meilenstein im Aufbau von nachhaltigen Kooperationsstrukturen zwischen dem niedergelassenen Bereich und dem Krankenhaus.
Etablierte Diagnosemethode bei Magen-Darmerkrankungen
Die Endoskopie gehört heute zu den etablierten Diagnosemethoden bei Erkrankungen des Magen- Darm-Traktes. Auch im Rahmen der Vorsorge dieser Erkrankungen ist die Endoskopie unverzichtbar. Bei Erkrankungen von Magen und Darm muss der Arzt oft unmittelbaren Einblick nehmen, um Entscheidungen über Therapiemöglichkeiten und Operation zu treffen. Moderne Videotechnik, Endoskopiekapsel mit Minikamera zum Schlucken und andere technische Innovationen liefern dazu Bilder mit höchster Auflösung. Mit der modernen technischen Ausstattung des neuen Zentrums können zahlreiche Eingriffe direkt über das Endoskop unter Sichtkontrolle am Bildschirm vorgenommen werden: Dazu gehören insbesondere die Abtragung von Tumoren in ihren Frühstufen, die Entfernung von Gallensteinen und das Einsetzen von Stents, Prothesen, die z. B. verschlossene Gallenwege offenhalten. Unter Einsatz spezieller Kontrastmittel oder im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen über das Endoskop lassen sich Frühformen von Tumoren erkennen und sehr genau vom gesunden Gewebe abgrenzen. Gleichzeitig wird die Belastung für den Patienten erheblich reduziert.



