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... auf den Seiten der Pflege!
Der Krankenhausaufenthalt
Ein Aufenthalt in einem Krankenhaus ist für viele von uns ein einschneidendes Erlebnis, sei es, dass wir Familienzuwachs erhalten, uns verletzt haben oder akut erkrankt sind oder an einer chronischen Erkrankung leiden, die uns immer wieder zu einer stationären Krankenhausaufnahme zwingt. Unsere MitarbeiterInnen wissen um die Bedeutung dieses Erlebnisses und werden daher immer bemüht sein, Ihnen eine angenehme Atmosphäre zu schaffen und mit Freundlichkeit, Kompetenz und Einfühlungsvermögen Ihren berechtigten Fragen und Ängsten zu begegnen.
Der Pflegedienst
Der Pflegedienst stellt im Krankenhaus die größte Berufsgruppe und er leistet zeitlich die höchste Präsenz am Patienten. Er setzt sich zusammen aus Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pflegern, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –pflegern, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger mit absolvierter Fachpflegeausbildung (z.B. Anästhesie und Intensivpflege, Hygiene, Operationsdienst, Onkologie, Endoskopie usw.), Hebammen, Arzthelferinnen, Altenpfle-ger/innen, Krankenpflegehelfer/innen sowie den Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege.
Wie der ärztliche Dienst ist auch der Pflegedienst rund um die Uhr für Sie im Einsatz, damit Ihnen bestmöglich und schnellstmöglich die Unterstützung zu Teil wird, die Sie benötigen. Neben einer fachlich hoch stehenden medizinisch-pflegerischen Versorgung möchte der Pflegedienst Ihnen auf der Grundlage seines Selbstverständnisses während Ihres Krankenhausaufenthaltes ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Dazu wollen wir Sie in Ihrer Ganzheit wahrnehmen, Ihre Stärken und Ressourcen fördern, Ihre Schwächen und Ängste erkennen und zulassen und Ihnen eine auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Versorgung anbieten. Der Bedeutung Ihres sozialen Umfeldes bewusst, werden wir auch mit Ihren Angehörigen und sonstigen Bezugspersonen eine wertschätzende und Angst reduzierende Kommunikation suchen. Dem Leitbild der Katholischen Kliniken Essen-Nord fühlt sich der Pflegedienst in besonderem Maße verpflichtet.
Aufgabenfelder
Die MitarbeiterInnen des Pflegedienstes arbeiten in unterschiedlichsten Qualifikationsstufen in beinahe allen Teilbereichen unseres Krankenhauses - von den Stationen über die Ambulanzbereiche bis zu den diagnostischen Funktionen, aber auch im Operationssaal, in der Anästhesie, in der Intensivpflege und in der Administration. Dabei haben die Kolleginnen und Kollegen ein großes Arbeitspensum zu bewältigen, das sich neben Ihrer direkten pflegerischen Versorgung auch auf die Assistenz bei ärztlichen Maßnahmen erstreckt sowie auf die Planung und Organisation der Arbeitsabläufe in und zwischen den einzelnen Bereichen, die Bewältigung der verpflichtenden Leistungsdokumentation, die Bewirtschaftung der erforderlichen Güter sowie auf Fragen des Mitarbeitereinsatzes.
Die Pflege ist integraler Bestandteil des täglichen Lebens
Die Pflege an sich ist eine Wesensäußerung aller höheren Lebenswesen. Sie ist integraler Bestandteil unseres täglichen Lebens und wir alle vermissen ihre reibungslose Durchführung in dem Moment, in dem wir dazu selbst nicht mehr oder nicht mehr ausreichend in der Lage sind.
Alle Pflegenden in unserem Haus kennen die Bedeutung der Pflege für den Organismus, egal ob sie als Selbstpflege oder in Durchführung durch einen Angehörigen oder eine professionelle Pflegekraft erbracht wird. Pflege dient dem Wohlbefinden und Pflege vermeidet Sekundärerkrankungen (hier mag die regelmäßige Zahnpflege als Prophylaxe gegen Karies als anschauliches Beispiel dienen).
Der Rahmen, innerhalb dessen Pflege im Krankenhaus stattfindet, unterscheidet sich jedoch gänzlich von dem, der im privaten Umfeld unter Bedingungen eines gesunden Menschen gegeben ist.
Im Krankenhaus steht die pflegerische Versorgung der Patienten gleichwertig neben den Leistungen in Diagnostik und Therapie. Die auf die individuellen Bedürfnisse und Bedarfe abgestimmte Pflege leistet einen großen Beitrag zur Gesundung und zum Wohlbefinden unserer Patienten. Sie unterstützt Therapieverfahren und sie macht den Patienten und ihren Angehörigen und Bezugspersonen Angebote zur verantwortlichen Mitwirkung am Behandlungsprozess.
Enge Abstimmung mit ärztlicher Therapie
Professionell Pflegende müssen zusätzlich zu den individuellen Vorlieben der Patienten im Rahmen der Pflege die Umstände der Krankenhausnotwendigkeit berücksichtigen. Es muss eine Abstimmung mit der ärztlichen Therapie erfolgen und es müssen Indikationen und Kontraindikationen für Pflegehandlungen in Bezug auf Krankheitsaspekte berücksichtigt werden. So sind zum Beispiel bestimmte Lagerungen bei bestimmten Erkrankungen zwingend, andere gänzlich verboten. Daneben spielen Krankenbeobachtung, Kontrolle der Arzneimittelwirkung und –nebenwirkung, Diätetik, Berücksichtigung weiterer Erkrankungen, die für diesen Aufenthalt primär nicht tragend sind und die Überwachung technischer Gerätschaften usw. eine große Rolle bei der Planung und Durchführung von Pflegeleistungen.
Aktivierende Versorgung
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die aktivierende Versorgung unserer Patienten, das heißt die konsequente Aufforderung an die Patienten, das, was sie selbst noch leisten können, auch zu tun. Das Ziel ist dabei nicht die Schonung der MitarbeiterInnen, sondern die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Selbstpflegefähigkeit der uns anvertrauten Menschen. Diese fördernde und fordernde Pflege spielt besonders bei Hochbetagten und chronisch Erkrankten eine entscheidende Rolle für die frühzeitige Mobilisierung und Herstellung der Entlassungsfähigkeit – wobei Pflegende immer zuerst auf eine weiterhin selbstbestimmte und weitgehend unabhängige Situation im eigenen häuslichen Umfeld hin arbeiten. Dazu nehmen wir frühzeitig auch die Kommunikation mit den Kolleginnen und Kollegen der nachsorgenden Dienste auf.
Damit Pflegende all dies leisten können, bieten die Katholischen Kliniken Essen-Nord-West den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen der Innerbetrieblichen Fortbildung ein umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm an.
Dokumentation und Kontinuität
Aus Sicht der Patienten, der Pflegenden und des gesamten therapeutischen Teams ist ein geordneter, zeitlich angemessener und sachlich richtiger Informationsfluss von größter Bedeutung.
Sie werden unsere MitarbeiterInnen in der Pflege häufig während der Durchführung von Dokumentationsaufgaben antreffen. Die Dokumentationsleistungen sind kein Selbstzweck sondern dienen Ihrer fachgerechten Begleitung während des stationären Aufenthaltes, wobei Pflegende, Ärzte, Physiotherapeuten, Diätassistenten, Sozialarbeiter, Seelsorger und viele weitere MitarbeiterInnen unseres Hauses die niedergelegten Informationen nutzen, um Ihnen eine optimale, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Leistung anbieten zu können. Dazu gehört auch, dass zum Beispiel ein einmal festgelegtes Vorgehen beim Verband einer problematischen Wunde kontinuierlich von allen Beteiligten fortgeführt wird, egal in welcher Schicht eine Pflegekraft gerade eingesetzt ist oder ob Sie von einer Station auf eine andere verlegt werden. Nur so kann sich die angeordnete Vorgehensweise überhaupt beweisen.
"Schreibarbeit sichert hochwertige Versorgung"
Auch die Bereithaltung von Hilfsmitteln in Ihrer Wohnung zum Zeitpunkt der Entlassung ist nur möglich, wenn frühzeitig und für alle Beteiligten nachvollziehbar bekannt wird, welcher Bedarf am Entlassungstag voraussichtlich noch besteht.
Sie sehen also, dass die „Schreibarbeit“ nicht Rückzug vom Patienten bedeutet, sondern Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung – auch über die Krankenhausgrenzen hinaus. Umgekehrt erleichtert eine ausführliche Dokumentation z.B. bei einem chronisch Kranken Menschen das Anknüpfen an den letzten stationären Aufenthalt – was ein wichtiger Zeitgewinn sein kann.
Menschen und Organisationen
Sie, als Patient, und wir, als Pflegende, sind eingebunden in die Organisation Krankenhaus. Der Prozess Ihrer Behandlung ist mehrstufig, hoch komplex und nur im multiprofessionellen Zusammenspiel aller Beteiligten zügig und in der richtigen Reihenfolge durchzuführen. Damit Sie eine reibungslose und bruchfreie Versorgung erhalten können, arbeiten wir intensiv daran, dass Informationen erhoben, dokumentiert, abgewogen und entscheidungsreif aufbereitet werden. Maßnahmen in Diagnostik und Therapie müssen zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt und angemeldet werden.
Mit sinkender Verweildauer im Krankenhaus steigen die Anforderungen an diese logistischen Aufgaben und die Tage werden auch für Sie anstrengender, weil oftmals mehrere belastende Untersuchungen an einem Tag anstehen. Das ist mit ein Grund dafür, warum wir Sie im Krankenhaus so früh wecken müssen. Wir bitten dafür um Ihr Verständnis und wir bitten Sie zeitgleich darum, uns mitzuteilen, wenn Ihnen die Abläufe zu belastend sind. Wir werden versuchen, Ihnen frühzeitig die Termine mitzuteilen, die Sie wahrnehmen müssen. Bitte unterstützen Sie uns dadurch, dass Sie zu den angegebenen Zeiten auch anwesend sind.
Verlegung in ein anderes Zimmer
Zu Ihrem eigenen Schutz als Betroffener oder zum Schutz vor Betroffenen kann es erforderlich werden, dass wir Sie überraschend in ein anderes Zimmer verlegen müssen, um z.B: notwendige Schritte in der Isolierung bei übertragbaren Krankheiten gehen zu können. Auch hier bitten wir Sie um Ihr Verständnis. Wir ergreifen solche Maßnahmen nicht willkürlich, sondern immer auf der Basis sorgfältiger Überlegung.
Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Verbesserungsvorschläge haben wenden Sie Sich bitte gerne an mich. Auch die vor Ort tätigen Leitungskräfte der Pflege haben immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen. Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes einen angenehmen Aufenthalt in unseren Häusern und gute Besserung !
Jürgen Lehmann
Pflegedienstdirektor
Katholische Kliniken Essen-Nord-West gGmbH
Pflegedienstdirektion
Hospitalstraße 24
45329 Essen
Postfach: 120145
Tel.: 0201 6400 3500
Fax: 0201 6400 3509
j.lehmann




