Das St. Vincenz Krankenhaus in Essen-Stoppenberg
Historische Wurzeln
Der heilige Vincenz von Paul ist als Gründer bedeutender karitativer Einrichtungen im 17. Jahrhundert auch Namensgeber des St. Vincenz Krankenhauses in Essen-Stoppenberg. Als Helfer der Armen, Tröster der Kranken und Vater der Waisenkinder gilt er als Begründer der allgemeinen Caritas. Das St. Vincenz Krankenhaus hat seine historischen Wurzeln im Jahre 1881. Damals machte die wachsende Zahl von Unfallverletzten und Lungengeschädigten aus dem Bergbau die Errichtung eines Krankenhauses in Stoppenberg unerlässlich. So nahm die Kirchengemeinde St. Nikolaus diese verantwortungsvolle Aufgabe in Angriff.
Bergbau brachte Wachstum
1886 wurde das St. Vincenz Krankenhaus eröffnet. Vier Ordensschwestern übernahmen die Pflege und Betreuung der Kranken. Vor allem die Versorgung der verletzten und erkrankten Bergleute war der Grund für das stetige Wachstum und für eine sichere Existenzgrundlage des Krankenhauses. In der Anfangsphase wurden alle Dienstleistungen kostenlos erbracht; erst ein Jahr nach der Eröffnung des Hauses erfolgte die erste Pflegegeldzahlung. Das rapide Wachstum des Bergbaus machte eine mehrmalige Erweiterung und Renovierung des St. Vincenz Krankenhauses erforderlich.
Krieg, Wiederaufbau und Modernisierung
Der zweite Weltkrieg brachte einen herben Rückschlag. Bei schweren Luftangriffen wurde das St. Vincenz Krankenhaus stark beschädigt. Die anschließende Instandsetzung gestaltete sich außerordentlich mühsam. Anfang der 70er Jahre war die Klinik auf 306 Betten in insgesamt 8 Fachabteilungen angewachsen: Allgemeine Chirurgie, Unfallchirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, TBC-Behandlung, Urologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Augenheilkunde.
Der Fortschritt der Medizin und eine veränderte Bedarfsstruktur der Patienten im Raum Essen machten Ende der 80er Jahre Umstrukturierungen erforderlich. Das St. Vincenz Krankenhaus baute in einigen Disziplinen Bettenkapazitäten ab und konzentrierte sich auf einige Schwerpunktbereiche, die durch Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen auf den modernsten Stand gebracht wurden. 1990 wurde das Haupthaus erweitert. Aufgrund seiner günstigen geographischen Lage in einem Verkehrsknotenpunkt der Region und seiner Behandlungsschwerpunkte in den Bereichen Kardiologie und Unfallchirurgie bot die Klinik ideale Voraussetzungen für die Stationierung eines der beiden Notarztwagen der Stadt Essen. Als Folge wurden die Fachabteilungen so stark frequentiert, dass weitere Um- und Neubauten erforderlich
wurden.
Es wurden
- eine neue Intensivstation und eine Liegendanfahrt errichtet
- die kardiologische Abteilung erweitert
- die Eingangshalle umgestaltet
- eine neue Küche und Cafeteria errichtet
- die unfallchirurgische Ambulanz modernisiert und die Altbaustationen saniert
Neben der Kardiologie und der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie beherbergt das St. Vincenz Krankenhaus 36 Betten der Klinik für Innere Medizin sowie eine modern ausgestattete Radiologie und eine Intensivstation.




